Grafik zur Entwicklung der jährlichen EPD-Zugriffe
Die Zugriffszahlen auf die EPDs des IBU sind nach einer kleinen Delle im Corona-Jahr 2020 bis 2023 massiv gestiegen. Dieser Trend setzt sich auch 2024 fort. (Quelle: IBU)

Nachhaltigkeit 2024-05-02T07:45:00Z IBU-EPDs: Gefragter denn je

Über 390.000-mal wurden im vergangenen Jahr Umweltproduktdeklarationen (EPDs) von der Webseite des Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU) heruntergeladen – so oft, wie noch nie. Die hohe Nachfrage verdeutlicht den wachsenden Einfluss von EPDs auf die Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden.

Umweltproduktdeklarationen sind ein wichtiges Instrument im Bauwesen, um sachliche, neutrale und wissenschaftlich fundierte Informationen über die Umweltauswirkungen von Bauprodukten bereitzustellen. Sie sind entscheidend für die ganzheitliche Betrachtung nachhaltiger Gebäude und deren Zertifizierung. Durch die Bereitstellung spezifischer Produkt-Ökobilanzen können Aspekte der Nachhaltigkeit bereits bei der Rohstoffgewinnung und der Herstellung aller Komponenten berücksichtigt werden. 

Das Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU), der größte europäische Zusammenschluss von Herstellern der Baustoffindustrie mit über 300 Mitgliedern, hat bisher über 3.500 Umwelt-Produktdeklarationen veröffentlicht – 857 davon sind allein 2023 neu hinzugekommen. Im vergangenen Jahr wurden diese EPDs über 390.000-mal auf der Internetseite des IBU aufgerufen und heruntergeladen. Dieser Trend bestätigt sich auch im ersten Quartal 2024: verzeichnet das IBU bereits 144.453 Downloads. 

EPDs zunehmend auch für Bauherren und Planer wichtig 

„Der enorme Anstieg der Nachfrage in den letzten Jahren zeigt, dass Nachhaltigkeit im Bausektor konsequent praktiziert wird“, sagt Florian Pronold, Geschäftsführer des IBU. EPDs werden immer häufiger in Ausschreibungen verwendet. Architekten und Planer nutzen sie, um Ökobilanzen für Gebäude zu erstellen und den ökologischen Fußabdruck zu quantifizieren und zu optimieren. Auch Bauherren und Investoren bewerten Objekte zunehmend nach diesen Kriterien, da die Nachhaltigkeit von Gebäuden mittlerweile einen allgemein anerkannten Einfluss auf den Marktwert hat. 

Als einer der Programmbetreiber für Umweltproduktdeklarationen im Bauwesen hat das IBU die Grundlagen geschaffen, um den ökologischen Aspekt in die Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden einzubeziehen. Damit leiste man einen wichtigen Beitrag, um den ökologischen Fußabdruck von Bauprodukten transparent zu machen, so das IBU. Die EPDs des IBU basieren auf internationalen Normen und sind von unabhängigen Dritten verifiziert. Alle veröffentlichten EPDs stehen hier kostenfrei zur Verfügung.

zuletzt editiert am 02. Mai 2024
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