Durch die Kombination von CO2-optimiertem Beton und Holz entsteht ein neuartiges Bauelement mit hoher Festigkeit, langer Nutzungsdauer, geringerem Gewicht und niedrigem Kohlenstoffausstoß.
Durch die Kombination von CO2-optimiertem Beton und Holz entsteht ein neuartiges Bauelement mit hoher Festigkeit, langer Nutzungsdauer, geringerem Gewicht und niedrigem Kohlenstoffausstoß. (Quelle: Heidelberg Materials Precast Contiga)

Bauwerkserhaltung 2023-06-01T07:50:58.172Z Holz und Beton im Sandwich

Heidelberg Materials Precast Contiga und Metsä Wood arbeiten zusammen an der Entwicklung eines Hybridelements aus Holz und Beton. Das neue Bauteil ist ein sogenanntes Sandwichelement, das sich besonders für Fassaden mit hoher Witterungs- und Windbeständigkeit eignet.

Die Vorteile der Kombination von Beton und Holz in Gebäuden der Zukunft optimal zu nutzen: Mit diesem Ziel haben der schwedische Betonhersteller Heidelberg Materials Precast Contiga und Metsä Wood, der finnische Hersteller von Holzwerkstoffen, eine Zusammenarbeit gestartet. Das Ziel: Es soll ein Hybridelement mit geringem CO2-Fußabdruck entwickelt und in Schweden zur Markteinführung gebracht werden. Das Bauteil wird sowohl aus Beton als auch aus Holz bestehen. Das Ergebnis ist ein neuartiges Bauteil mit hoher Festigkeit und Dauerhaftigkeit sowie geringerem Gewicht und niedrigem CO2-Ausstoß. Nach Angaben der Unternehmen verursacht das neue Hybridelement eine um rund 70 Prozent geringere Klimabelastung.

Versuchsgebäude wird dieses Jahr gebaut

Das hybride Bauteil ist ein sogenanntes Sandwichelement, das sich besonders für Fassaden mit hoher Witterungs- und Windbeständigkeit anbietet. Es besteht aus „Kerto LVL Q-Panel“ von Metsä Wood als tragende Kernplatte und einer Außenplatte aus CO2-optimiertem Beton von Heidelberg Materials. In der Produktionsstätte in Norrtälje (Schweden) wurde ein Prototyp des Hybridelements entwickelt. Kleinere Hybridelemente wurden testweise hergestellt, um die Fertigungstechnologie zu prüfen. Im nächsten Schritt wird im Laufe des Jahres ein realistisches Versuchsgebäude gebaut, um verschiedene Konstruktionen zu bewerten und um zu sehen, wie das hybride Bauteil auf Feuchtigkeit und andere Einflüsse reagiert.

„Mit der Entwicklung eines Hybridelements wollen wir herausfinden, wie die unterschiedlichen technischen Eigenschaften von Holz und Beton zusammenwirken, um sich gegenseitig in Bauwerken optimal zu ergänzen. Unsere gemeinsame Entwicklungsarbeit ist ein Schritt nach vorne und zeigt neue Wege für die Bauindustrie auf, um nachhaltig und mit einem geringeren ökologischen Fußabdruck zu bauen“, erklärt Jussi Björman, Direktor, Business Director, Construction bei Metsä Wood.

Die Kooperationsvereinbarung zwischen Heidelberg Materials Precast Contiga und Metsä Wood besagt, dass die Unternehmen nun mit der gemeinsamen Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Hybridelements beginnen. Das Produkt soll innerhalb weniger Jahre auf dem schwedischen Markt erhältlich sein und könnte auch für benachbarte Märkte von Interesse sein. Weitere Informationen >>>

zuletzt editiert am 01. Juni 2023
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