Früher schützten sie Städte, heute brauchen sie Schutz: Am 10. November gibt das Kolloquium „Sanierung historischer Stadtmauern“ in Goslar einen umfassenden Überblick zur Instandsetzung historischer Stütz- und Stadtmauern – von der Tragwerksplanung bis zur Material- und Schadensanalyse.
Zum Auftakt der Veranstaltung stellt Dr. Christine Bauer vom Denkmalschutz Goslar das Projekt „Erschließung der historischen Wallanlagen“ vor, bei dem modellhaft ein Abschnitt der Goslarer Stadtmauer saniert wurde, die zum UNESCO-Welterbe „Altstadt von Goslar“ gehört.
Weitere Vorträge behandeln Aspekte der Instandsetzung von historischen Mauerwerken unter der Berücksichtigung der besonderen Voraussetzungen bei Stadtmauern. So referiert Dr. Günther Stanzl aus Mainz zu Mauerkronen und Möglichkeiten sie zu schützen und unter technischen und ästhetischen Aspekten zu sanieren. Dr. Andreas Bruschke von der Messbildstelle GmBH in Dresden stellt neue Methoden der 3D-Fotogrammetrie vor und Dr. Gabriele Patitz erläutert Möglichkeiten der Bestandserkundung, Schadensdokumentation, Einsatzmöglichkeiten zerstörungsfreier Methoden und Qualitätsanforderungen an die Bewertung von historischen Mauerwerken.
Weitere Themen sind unter anderem die Sicherung verwölbter und kippgefährdeter Stützwände aus Naturstein, Sanierungsplanung sowie Tragwerksplanung.
Abgerundet wird die Veranstaltung durch weitere Projektvorstellungen, wie etwa die Sanierung der Stadtbefestigung von Oberwesel.
Das Kolloquium findet im Rahmen des Bundes-Förderprojektes "Nationale Projekte des Städtebaus" statt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von Dr. Gabriele Patitz .
