Dortmunder Westfalenhalle Fachsymposium Betoninstandsetzung
Wie in den Vorjahren findet auch das 2018er Fachsymposium der Landesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken NRW in den Dortmunder Westfalenhallen statt. (Abb.: B+B BAUEN IM BESTAND/M. Henke)

Betoninstandsetzung 2017-12-08T00:00:00Z Hier bleiben Sie betonmäßig auf dem Laufenden

Ein breites Themenspektrum präsentiert die Landesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken NRW e.V. (LIB NRW) und lädt gemeinsam mit der Bundesgütegemeinschaft Betonflächeninstandsetzung (BFI) am 1. Februar 2018 zum 26. Fachsymposium „Betoninstandhaltung heute für die Zukunft“ in die Dortmunder Westfalenhalle ein.

Der Fachkongress, zu dem mehr als 300 Teilnehmer erwartet werden, stellt vor allem den Erfahrungsaustausch in den Mittelpunkt und informiert in einer Fachausstellung über Produkte und Dienstleistungen rund um die Betoninstandsetzung. Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter aus öffentlichen Dienststellen, Baubetrieben, Immobiliengesellschaften und Planungsbüros.

Den Start in die Vortragsreihe macht Dipl.-Ing. (FH) Christoph Bock, Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken e.V., ib, Berlin. Sein Thema ist die Fachkräftesicherung in der Betoninstandsetzung. Mit einer Online-Offensive tritt die Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken e. V. dem drohenden Fachkräftemangel der Branche entgegen und wirbt auf einer eigenen Homepage unter www.betoninstandsetzer.de für den Beruf des Betoninstandsetzers.

RA Dr. Martin Stelzner, Kapellmann & Partner mbB, Mönchengladbach, hat sich eine vorausschauende Retrospektive für Auftraggeber, Planer und Auftragnehmer zum neuen Werkvertragsrecht vorgenommen. Dieses tritt Anfang 2018 in Kraft. Nahezu alle Bau- und Planungsverträge sind von den neuen gesetzlichen Regelungen betroffen. Diese beeinflussen alle Aspekte der Projektrealisierung, von der vertraglichen Gestaltung von Bau- und Planerverträgen, dem Nachtragsmanagement bis hin zur Abnahme.

„Regelwerke der Betoninstandhaltung und Denkmalpflege – ein Widerspruch?“, fragt Prof. Dr.-Ing. Rolf P. Gieler, Ingenieur- und Sachverständigenbüro materials & technology consulting, Fulda. Vor dem Hintergrund, dass weder in der aktuell noch gültigen Instandsetzungs-Richtlinie noch in der zukünftigen Instandhaltungs-Richtlinie des DAfStb besondere Regeln für Maßnahmen an denkmalgeschützten Objekten aus Stahlbeton aufgeführt sind, geht Gieler in seinem Referat der Frage nach, ob diese Regeln Lösungsansätze bieten, um den Anforderungen der Denkmalpflege gerecht zu werden.

Dr.-Ing. André Müller, Zilch + Müller Ingenieure, München, zeigt in seinem Beitrag „Brandschutz in der Betoninstandsetzung“, wann der Brandschutz gefährdet ist, welche Anforderungen an Stahlbetonbauteile gestellt werden und wie der Nachweis beziehungsweise eine korrekte Instandsetzung erfolgen.

Über die Sanierung und brandschutztechnische Ertüchtigung des Doppelstocktunnels in Köln-Kalk unter besonderer Berücksichtigung der ZTV-ING berichtet Dipl.-Ing. Dieter Schmidt von der Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH, Köln. Der Referent erläutert die Gründe, die für eine Sanierung mittels Kathodischen Korrosionsschutz sprachen. Mit dem Einsatz eines Betonersatzsystems zur Erhöhung der Betondeckung in Kombination mit einer zusätzlichen OSC-Beschichtung stellt er einen neuen Weg zur Brandschutzertüchtigung vor.

Die Qualitätssicherung von Betoninstandsetzungsmaßnahmen bei Ausschreibungen stellt Dipl.-Ing. Uwe Grimsehl Stadt Köln – Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, Köln, vor. Anhand von Praxisbeispielen werden dabei in erster Linie Anforderungen, Besonderheiten und Schwierigkeiten erläutert.

Mit der neuen Instandhaltungs-Richtlinie des DAfStb beschäftigen sich die Ausführungen von Prof. Dr.-Ing. Michael Raupach, Deutscher Ausschuss für Stahlbeton und RWTH Aachen. Professor Raupach stellt den aktuellen Stand der Diskussion vor und erläutert, warum im Zuge der Einspruchsverhandlungen bezüglich einiger kritischer Punkte kein Konsens in allen interessierten Kreisen hergestellt werden konnte.

Weitere Informationen unter www.lib-nrw.de .

zuletzt editiert am 09. April 2021
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