Fassade Depesche Vertrieb GmbH & Co. KG - Fensterfront
Die alte Betonfassade wurde durch eine 45 Zentimeter tiefe Vorsatzfassade aus vorpatinierten Kupferpaneelen ersetzt. Die oval abschließenden Fensterbänke wurden von der Firma Rosskopf und Partner gefertigt und montiert. (Abb.: Depesche Vertrieb GmbH & Co. KG)

Fassadensanierung 2014-08-05T00:00:00Z Gleichmäßige Rundungen in nahtlosem Weiß

Im Zuge der Energetischen Sanierung erhielt das Büro- und Lagergebäude der Depesche Vertrieb GmbH & Co. KG in Hamburg eine Vorsatzfassade und neue Fenster. Dabei wurden Fensterbänke verbaut, die dem Gebäude ein ganz neues Gesicht geben: Sie umlaufen die Fenster nahtlos und oval. Gefertigt und montiert wurden sie von der Firma Rosskopf und Partner.

Der Firmenhauptsitz des Unternehmens, das Geschenk- und Trendartikelartikel sowie Grußkarten herstellt beheimatet auf 17.000 Quadratmetern drei Lagerhallen und die Büroräume des Kreativteams. Nach den Plänen der Architekten Ziebell und Partner sollte das Gebäude nicht nur Energetisch Saniert sondern auch komplett umgebaut und modernisiert werden. Dabei wurde die alte Betonfassade mit einer 45 Zentimeter tiefen Vorsatzfassade inklusive Wärmedämmung aus Mineraldämmstoff verkleidet. Knapp 4.000 Quadratmeter Kupferpaneele kamen dabei zum Einsatz.

Die Architekten entschieden sich die Fassade der Lagerräume durch 60 Meter lange und oval abschließende Lichtbänder in Form von Fenstern und umlaufenden Fensterbänken im Obergeschoss zu gestalten. Im Erdgeschoss und im Bereich der Büroräume wechseln sich außerdem Fenster-Variationen bis zu einer Länge von knapp sieben Metern ab. In den Innenräumen sorgen die umlaufenden Fensterbänke für zusätzlichen Platz: Sie nutzen die gesamte Tiefe der Vorsatzfassade. So sollen sie den rund 320 Mitarbeitern in Zukunft als erweiterter Arbeitsplatz, als Ablage- und Präsentationsfläche oder als zusätzliche Sitzgelegenheit dienen. Für die Gestaltung der Fensterbänke kam der zu 75 Prozent aus natürlichen Mineralien sowie Acryl und Farbpigmenten bestehende Mineralwerkstoff „Hi-Macs“ zum Einsatz. Er verfügt über eine porenlose glatte Oberfläche und ist laut Angabe der Verarbeiter leicht zu reinigen, kleine Kratzer lassen sich unsichtbar abschleifen.

Fassade Depesche Vertrieb GmbH & Co. KG - Fensterbank innen
Die ovale Fensterform wird mit den innenliegenden Fensterbänken vollständig fortgeführt. (Abb.: Depesche Vertrieb GmbH & Co. KG)

In fünf Bauphasen fertigte das Projektteam der Firma Rosskopf und Partner am sächsischen Standort Hennersdorf rund 500 Einzelteile. Dabei wurden die 12 Millimeter starken Platten zunächst erhitzt und anschließend in die gewünschte Form gebogen.

Vor Ort wurden die einzelnen Werkstücke auf eine Holzwerkstoff-Unterkonstruktion an den Wänden und mithilfe von Schienensystemen an den Decken montiert. Dann wurden sie nahtlos verklebt.

Fassade Depesche Vertrieb GmbH & Co. KG - Fensterbank im Bau
Rund 500 Einzelteile wurden verbaut. (Abb.: Rosskopf und Partner)

Weitere Informationen zum Projekt stellt die Firma Rosskopf und Partner zur Verfügung.

zuletzt editiert am 09. April 2021