Stuckfassaden, Kellersohlen, Fensterleibungen ... es gibt viele Gründe, warum Gebäude oder Bauteile bei einer Sanierung nicht nach EnEV gedämmt werden. Was es für "Undämmbarkeiten" gibt und wie hoch ihr Einfluss auf den Energiebedarf in Deutschland ist, soll in einer Studie für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geklärt werden.
Das ifeu-Institut Heidelberg und die Beuth-Hochschule für Technik Berlin führen eine Umfrage unter Baubeteiligten durch. Dabei sollen einerseits möglichst viele Dämm-Hemmnisse gesammelt werden, durch die Bauteile in der Praxis nicht oder nur unzureichend gedämmt werden können. Andererseits soll die Häufigkeit der einzelnen Dämm-Hemmnisse erfasst werden.
In der Studie wird unterschieden zwischen Dämm-Hemmnissen und Wärmebrücken. Der Einfluss der Wärmebrücken (wie in DIN 4108 Bbl. 2 aufgeführt) ist bereits relativ gut erfasst. Sie sind nicht Teil der Studie. Dagegen werden denkmalgeschützte Gebäude und Bauteile durchaus in der Studie berücksichtigt.
Weitere Dämm-Hemmnisse könnten zum Beispiel sein:
- Zu geringe Dachüberstände für WDVS
- Einengung von Balkonen / Loggien durch WDVS
- Ornamente auf der Fassade
- Sichtmauerwerk
- Zu geringe Kellerhöhen für Kellerdeckendämmung
- Feuchtigkeit an Balkenköpfe bei Innendämmung
- Zu geringe Durchgangsbreiten bei Innendämmung
Das ifeu-Institut Heidelberg und die Beuth-Hochschule für Technik Berlin freuen sich auf Ihr Praxiswissen.
Erleben Sie bei Ihren Sanierungsvorhaben, dass Bauteile nicht nach EnEV oder sogar gar nicht gedämmt werden können? Welche Bauteile sind das und bei welchen treten die Probleme besonders häufig auf? Gibt es bestimmte Baualtersklassen oder Gebäudetypen, die besonders schlecht zu dämmen sind? Wie könnte das Problem gelöst werden?
Diese Fragen können Sie in der Online-Umfrage unter http://umfrage.beuth-hochschule.de beantworten.
In den Fragebogen können Sie per Mausklick Ihre Erfahrungen eintragen.
Oder schreiben Sie eine Email an: mellwig@geb-info.de
