Im Auftrag des BMVBS ist der BAKA mit seinen Netzwerkpartnern auf der Suche nach dem EffizienzhausPlusAltbau mit E-Mobilität.
Bei der Diskussion um den Klimawandel müssen auch die Bestandsgebäude mit einbezogen werden. Es soll untersucht werden, wo Potenziale für das Plus-Energiehaus im Altbau ist, um diese nachhaltig nutzen zu können. Viele Ansätze sind dabei bislang weder untersucht noch realistisch in der Praxis dargestellt und umgesetzt worden.
In einem mehrstufigen Wettbewerb soll jetzt evaluiert werden, in welcher Weise unterschiedliche Lösungen an gleichartigen Gebäuden möglich sind. Verschiedene Teams sollen im gegenseitigen Wettbewerb unterschiedliche Konzepte hinsichtlich der Zielstellung "Plus- Energie-Haus im Bestand" realisieren.
Bei dem Wettbewerb steht zuerst die Auswahl zu sanierender Gebäude und Standorte an. Die Objekte müssen vergleichbare Gebäudegruppen bilden, die in ihrer Architektur, Konstruktion und geometrischen Abmessung vergleichbar beziehungsweise baugleich sein müssen. Dieses gilt besonders in folgenden Punkten:
- Lage und Ausrichtung der Gebäude bzw. Dächer
- PV-Anlagen geeignet
- Grundstück für Geothermie zugelassen und möglich
- Gebäude im Leerstand (keine Mieter, etc.)
- baulicher Zustand der Gebäude gleich
- autonome Versorgung (keine Fern-, Nahwärme)
- Anordnung "freistehend" mit Grundstück
- Konstruktion / Baujahr und Sanierungsstand gleich
- Größe: gleiche Kubatur, gleiche BGF /HNF
- gleiche Hauptorientierung (Himmelsrichtung)
Nachdem die Gebäude durch den Auslober festgelegt wurden wird der Wettbewerb ausgelobt. Hier wird sich an Hochschulen und Universität in Deutschland gerichtet. Diese sollen aber in Zusammenarbeit mit Planungsteams, Architekten und Fachingenieure stehen.
Eine fachkundige Jury, die sich aus Mitgliedern des BMVBS, der Bauherrschaft, aus Hochschulen und anderen Personen des öffentlichen Lebens zusammen setzt, wählt dann den Preisträger aus.
Nachdem die Jury den Preisträger benannt hat kann es in die Realisierung gehen. Dabei sollten die baulichen Maßnahmen der prämierten Vorschläge in 2012 bis 2013 durchgeführt werden.
Danach findet ein Monitoring und Evaluierung über zwei bis drei Jahre statt.
Nun stellt sich die Frage, wie die Projekte finanziell realisiert werden. Der Eigentümer muss die Maßnahmen selber und vollständig finanzieren können. Im Rahmen des Gesamtprojektes wird es einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent für die Energieeffizienzmaßnahmen geben. Das geforderte Monitoring wird vollständig zu 100 Prozent gefördert. Derzeit wird noch mit der KfW über Sonderkonditionen für dieses Projekt verhandelt.
Die energetischen Ziele sind bei diesem Wettbewerb wie folgt vorgegeben:
Qp < Standard EnEV-Neubau -60 % berechnet nach DIN V 18599
Qe < Standard EnEV-Neubau -60 % berechnet nach DIN V 18599
ht´ < Standard EnEV-Neubau -45 %
Das Gebäude soll in der Lage sein einen bilanzierten Energieüberschuss zu produzieren, um damit ein Elektroauto betreiben zu können, das eine jährliche Fahrleistung von mind. 15.000 km aufweist.
Realisierungszeitraum:
