Die novellierte Gefahrstoffverordnung ist derzeit das beherrschende Thema in der Schadstoffbranche. Der DCONex-Fachkongress am 28. und 29. Januar bietet genau zur richtigen Zeit den geeigneten Rahmen, um sich mit den neuen Regelungen auseinanderzusetzen.
Die novellierte Gefahrstoffverordnung konkretisiere die Arbeitsschutzmaßnahmen im Umgang mit Asbest und führe neue Regelungen für die ausführenden Firmen ein, erklärt Olaf Dünger, Vorsitzender im Gesamtverband Schadstoffsanierung (GVSS). Der GVSS und die Rudolf Müller Mediengruppe gestalten die fachliche Ausrichtung des Kongressprogramms. Zwar blieben „die neu aufgenommenen Pflichten für den Veranlasser mit der Beschränkung auf Mitwirkung und Informationsweitergabe hinter den Erwartungen des Nationalen Asbestdialoges zurück“, so Dünger weiter. An anderer Stelle sorge die Gefahrstoffverordnung aber für Klarheit: „Für die Unternehmen der Entsorgungs- und Recyclingbranche bedeutet die aktualisierte Verordnung, dass die Abfallbehandlung von Asbestabfällen erlaubt wird und der Umgang mit Asbest an Anlagenstandorten, wie in der seit Mai 2023 veröffentlichten LAGA M 23 beschrieben, nun rechtssicher erfolgen kann. Auf der DCONex 2025 greifen wir all diese Themen rund um die Gefahrstoffverordnung auf.“
Drei parallele Veranstaltungsblöcke
Am ersten Kongresstag werden die Neuerungen der Gefahrstoffverordnung beleuchtet und neue Regelungen in der Praxis thematisiert. Auch die Qualifikation bezüglich der Erstellung von Abfalldeklarationszertifikaten wird hier Thema sein. Zum Auftakt des zweiten Kongresstages stehen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit im kontaminierten Bereich im Fokus, zusammen mit den entsprechenden Anforderungen, die sich darin verbergen. In drei parallellaufenden Veranstaltungsblöcken wird einerseits auf Forschungsarbeiten und die Praxis im Umgang mit Bau- und Abbruchabfällen geblickt. Parallel diskutieren die Experten über die neuesten Entwicklungen im Bereich chlororganischer Verbindungen. Der dritte Veranstaltungsblock richtet sich speziell an Laborfachkräfte. Hier liegen die Schwerpunkte in aktuellen Fragestellungen und Perspektiven der Asbestanalytik.
Zirkuläres Bauen und Big Data
Markus Langenbach, Leitung Geschäftsfeld Bauausführung & Handel, RM Rudolf Müller Medien, betont, dass die DCONex die wichtigsten Aspekte rund um das Schadstoffmanagement beleuchtet. Zwei Programmblöcke hebt er besonders hervor: „Der immense Rohstoffverbrauch des Bauens belastet unsere Umwelt nachhaltig – ,Zirkuläres Bauen‚ kann eine mögliche Herangehensweise sein, mit den enormen Herausforderungen der Zukunft umzugehen. Auch die Branche der Schadstoffsanierung ist aufgefordert, dazu ihren Beitrag zu leisten: Der Themenblock ,Anforderungen an Abfall und Recyclingmaterial‘ widmet sich ganz diesen Aufgaben. Ein anderes Stichwort, welches uns nicht loslässt, lautet ,Big Data'. Auch die Art und Weise, wie die Branche künftig – neben der analogen, technischen, realen Arbeit vor Ort – mit ihren Daten umgeht, wird künftig über den Erfolg oder Misserfolg der Branche und ihrer Akteure entscheiden. Viele Stimmen meinen, das Bauen habe einen enormen Aufholbedarf bei der Digitalisierung. Dem begegnen wir mit einem eigenen Themenblock: Daten- und Informationsmanagement für bauliche und technische Anlagen.“
In der begleitenden DCONex-Fachausstellung, die allen Kongressteilnehmern offensteht, bieten rund 40 Aussteller Lösungen und Produkte für das Schadstoffmanagement an. Weitere Informationen und Tickets >>>
