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Die Fassade des Bestandsobjektes wurde vor zwölf Jahren mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) gedämmt und zum ersten Drei-Liter-Haus im Bestand saniert. (Abb.: BASF/LUWOGE)

Außendämmung 2012-10-09T00:00:00Z Gedämmte Fassade mit zwölf noch in Form

Ein unparteiisches Sachverständigen-Gutachten zur wärmegedämmten Fassade des Drei-Liter-Hauses zeigt, dass der Dämmstoff aus "Neopor" zwölf Jahre nach der Sanierung sehr gut in Form ist.

Untersucht wurde der Zustand der Fassade des Mehrfamilienhauses nach der Sanierung mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Das Gutachten durch den vereidigten Sachverständigen des Stuckateurhandwerks, Achim Bauer, stellt kein sichtbares Altern der Putzfassade fest. Algenbewuchs war ebenfalls nicht zu erkennen. Proben aus Fassade und Sockel des Hauses zeigen sowohl Dämmstoff als auch Putz in bestem Zustand.

Die Fassade des Objektes der LUWOGE GmbH, das Wohnungsunternehmen der BASF, wurde vor zwölf Jahren mit einem WDVS der Firma Caparol gedämmt und zum ersten Drei-Liter-Haus im Bestand saniert. Als Dämmstoff wurde "Neopor" (EPS, expandierbares Polystyrol) der Wärmeleitgruppe 035 in 200 Millimeter Dicke verwendet. Der silber-graue Dämmstoff erhält durch den Zusatz von Graphitteilchen seine Leistungsfähigkeit. Im Vergleich zu einem weißen EPS-Dämmstoff bietet die verwendete Dämmung eine um bis zu 20 Prozent bessere Dämmleistung.

Neben dem Dämmstoff wurde bei der Begutachtung auch der Gesamtzustand der Fassade geprüft. Dabei fielen vereinzelte Risse auf, vor allem im Fenster- und Türenbereich. Die Entnahme von Proben durch den Gutachter belegte jedoch eindeutig, dass Verarbeitungs-

fehler beim Anbringen der Dämmung dafür verantwortlich waren und nicht die Veränderungen an den darunter liegenden Dämmplatten oder der restlichen Systembestandteile.

Energieeffizienz in der Dämmung von Altbauten

Unsanierte Altbauten haben im Schnitt einen Jahresheizwärmebedarf von 200 bis 300 kWh pro Quadratmeter. Ziel der Sanierung des Brunckviertels vor zwölf Jahren war es, die benötigte Energie der Altbauten auf rund 30 kWh pro Quadratmeter und Jahr zu reduzieren. Zu Beginn der Sanierung galt noch die Wärmeschutzverordnung (WSVO) 1995, erst 2002 trat die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Das Drei-Liter-Haus hat mit dem U-Wert von 0,16 W/m²k den damals gültigen Grenzwert für den Wärmedurchgangkoeffizienten gemäß der WSVO (0,40 W/m²k) um 60 Prozent unterboten. Auch die ab 2002 geltenden Grenzwerte von 0,35 W/m²k wurden noch um rund ein Drittel unterschritten. Im Zeitraum von 2001 bis 2011 wurde die Energieeffizienz des Drei-Liter-Hauses in Intervallen gemessen; die Ergebnisse werden zurzeit ausgewertet.

Weitere Informationen unter: www.neopor.de

zuletzt editiert am 09. April 2021
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