Das Museum des Verlags Ravensburger AG, in dem Exponate aus 125 Jahren ausgestellt werden, liegt in einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus der Ravensburger Oberstadt. Es zählt zu den ältesten Bauten der Stadt und wurde denkmalgerecht instand gesetzt.
Teile der Bausubstanz lassen sich auf das frühe 14. Jahrhundert datieren. Neben hohen Brandschutzbedingungen spielte bei der Instandsetzung auch die Stabilität des Fußbodenaufbaus eine wichtige Rolle.
Auf fünf Stockwerken mussten rund 1.000 Quadratmeter Bodenfläche erneuert werden, wobei es in den verschiedenen Etagen unterschiedliche Anforderungen an den neuen Boden gab. Große Teile der Bestandskonstruktion erforderten einen leichten Fußbodenaufbau, zugleich sollte während der Umbauphase keine zusätzliche Feuchtigkeit in die Bausubstanz eingebracht werden. Darüber hinaus musste der Architekt Oliver Mack von Space4 aus Stuttgart hohe Brandschutzanforderungen gemäß F60 berücksichtigen.
Im Dachgeschoss Höhenunterschiede auf Linie gebracht
Das Dachgeschoss des Gebäudes lag auf einer Holzbalkendecke mit starken Höhenunterschieden. Daher wurde für den Bodenaufbau eine zusätzliche Balkenlage eingezogen. Für den weiteren Niveauausgleich wurde das linienaufgelagerte und freitragende Bodensystem „LBS“ mit Elementen des „GIFAfloor Flächenhohlbodens (FHB)“ von Knauf Integral eingebaut. Das System hält bei geringem Eigengewicht Punktlasten von 5 kN stand.

Im Obergeschoss finden zahlreiche Exponate und Schaukästen ihren Platz, so dass dort mit einem höheren Besucheraufkommen zu rechnen ist. Mack entschied sich daher für den zweilagigen Aufbau des „GIFAfloor FHB“, um die Anforderungen hinsichtlich Tragfähigkeit und Stabilität zuverlässig zu erfüllen. Die großformatigen Elemente (600 x 1200 mm) sind mit Nut- und Feder-Profil ausgestattet. Wegen der hohen Brandschutzanforderungen war die nachgewiesene Nichtbrennbarkeit des Werkstoffs „GIFAtec“ und seine Klassifizierung A1 nach DIN EN 13501-1 für die Wahl dieses Systems ausschlaggebend. So ließ sich mit den Elementen des Flächenhohlbodens gleichzeitig der Brandschutz F60 gewährleisten.
Dabei wurde das System gleichzeitig als Klimaboden ausgeführt. Zu diesem Zweck wurde der Fertigteilestrich „GIFAfloor UB Klima“ als zweite Lage des Bodensystems eingebaut. Die Bodenelemente verfügen über vorgefräste Rillen, sodass der Bodenleger sofort mit dem Verspachteln der Heiz- und Kühlleitungen beginnen konnte. Der Klimaboden kann im Winter als Heizung und im Sommer zur Kühlung verwendet werden.

Boden im Erdgeschoss bietet Freiraum für Installationen
Die Höhenunterschiede im Erdgeschoss wurden mit den individuell justierbaren Stahlstützen des „GIFAfloor-FHB“ Bodensystems ausgeglichen. Somit ließ sich zusätzlicher Freiraum für Installationen gewinnen, die über Auslässe und Revisionsöffnungen gewartet oder nachgerüstet werden können. Zugleich wurde mit dem Bodensystem wegen dessen Werkstoffeigenschaften der Schallschutz deutlich verbessert.