Qualifikationsnachweis: Im praktischen und theoretischen Test zeigen die Teilnehmenden, dass sie die für praktische Luftdichtungsarbeiten an der Gebäudehülle anerkannten Regeln der Technik beherrschen und in der Lage sind, Klebe- und Abdichtungsarbeiten nach den Ausbildungsinhalten des FLiB durchzuführen. (Quelle: FLiB)

Luftdichtheit

10. February 2022 | Teilen auf:

Fortbildung: So geht luftdichtes Abdichten im Ausbau

Der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB e. V.) bietet eine neue Qualifizierungsmaßnahme für das Handwerk an: In der praxisorientierten Schulung „Luftdichtes Abdichten im Ausbau“ üben Fachkräfte der einschlägigen Ausbaugewerke, wie man eine luftdichte Hülle erstellt.

Ziel des Angebots ist vor allem, Unsicherheiten bei der Ausführung auszuräumen und damit die Qualität der Arbeit zu erhöhen. Erste Veranstaltungen sollen im Frühjahr 2022 über die Handwerkskammern in Sachsen laufen. Geübt wird an 1:1-Dach/Wand-Modellen oder an eigens entwickelten Prüfkörpern im Originalmaßstab, bei denen sich die erreichte Dichtheit zum Beispiel mit Hilfe von Theaternebel darstellen lässt. Besonderes Augenmerk gilt Klebearbeiten auf verschiedenen Untergründen sowie dem fachgerechten Dichten von Bauteilanschlüssen und Durchdringungen. Auch praxisgerechtes Basiswissen zur Bauphysik, zu Luftdichtheitskonzepten und den Grundlagen des Klebens und Dichtens steht auf dem Programm. Nach erfolgreicher Teilnahme winken ein personenbezogener Qualifizierungsnachweis und die Möglichkeit, sich kostenlos auf den Internetseiten des Fachverbands listen zu lassen.

Fachverband sucht Kooperationspartner

Wie schon bei der Zertifizierung für Blower-Door-Messdienstleister tritt der FLiB auch bei der neuen Schulung nicht selbst als Kursanbieter auf. Stattdessen setzt er auf Kooperationen mit Handwerkskammern und Bildungsträgern des Baugewerbes oder auch Seminarabteilungen zum Beispiel von Herstellerfirmen. „Wir hoffen, dass unser Konzept Weiterbildungseinrichtungen als Multiplikatoren genauso anspricht wie Baufirmen und Handwerksbetriebe, die ihre Leute zur Fortbildung schicken. Schließlich wollen wir möglichst viele Handwerker und Handwerkerinnen damit erreichen“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Oliver Solcher. Grundsätzlich richtet sich die Schulung an alle Beteiligten im Bauwesen und Ausbau.

Konzept lässt sich flexibel an Kenntnisstände anpassen

Damit sich das neue Qualifizierungsangebot reibungslos in die Lehrpläne verschiedenster Bildungsträger integrieren lässt, ist die Schulungsrichtlinie des Fachverbands flexibel gehalten: Sie gibt die zu vermittelnden Inhalte verbindlich vor und erlaubt es gleichzeitig, Lehrstoff wie Schulungsumfang nach Bedarf zu erweitern. Dadurch lässt sich der Lehrgang beispielsweise an die Vorkenntnisse der Teilnehmenden anpassen. Die Mindestdauer eines Durchlaufs beträgt sieben Unterrichtseinheiten. Interessierte finden weitere Infos sowie aktuelle Schulungstermine unter der Rubrik Weiterbildung auf der Website des Verbands.

zuletzt editiert am 10.02.2022