Das PMMA-basierte „Triflex ProDetail“ wurde speziell für die Applikation an Bauteilanschlüssen konzipiert, wie sie beispielsweise bei Kellerfenstern vorkommen. (Quelle: Triflex)

Bautenschutz

23. November 2022 | Teilen auf:

Flüssigkunststoff vs Hochwasser

Aufgrund der immer häufiger auftretenden Starkregenereignisse erhält der Hochwasserschutz von Gebäuden eine immer größere Relevanz. Triflex hat zwei Flüssigkunststoff-Systeme im Sortiment, mit denen Fundamente, Sockel, Anschlüsse an Kelleröffnungen sowie Fugen von WU-Betonbauten in einem Verbund abgedichtet werden können.

Die Norm DIN 18533 „Abdichtung von erdberührten Bauteilen“ regelt, in welchen Bereichen Flüssigkunststoff als Abdichtungsmaterial eingesetzt werden kann: nämlich in den Wassereinwirkungsklassen W3-E „nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken“ und W4-E „Spritzwasser am Wandsockel sowie Kapillarwasser in und unter erdberührten Wänden“.

Für die Abdichtung von Fundamenten und Gebäudesockeln in erdberührten Bereichen ist „Triflex SmartTec“ geeignet. Das 1-komponentige Produkt auf Polyurethan-Basis hafte vollflächig ohne Grundierung – und zwar auch auf durchfeuchteten mineralischen Untergründen, solange kein stehendes Wasser vorliegt, so Triflex. „Das Material ist diffusionsfähig und erlaubt ein nachträgliches Austrocknen der Bausubstanz“, erklärt Produktmanager Fabian Meyer. Der Flüssigkunststoff kann sowohl vollflächig als auch im Detailbereich verwendet werden. Weil er frei von Lösemitteln und Isocyanat ist, eigne er sich auch für geruchssensible Bereiche wie Kindergärten oder Krankenhäuser. Die Unbedenklichkeit der Flüssigabdichtung wird durch das Qualitätssiegel EMICODE EC1plus bestätigt.

Ein weiteres System, das ebenfalls die Anforderungen der Wassereinwirkungsklassen W3-E und W4-E erfüllt, ist „Triflex ProDetail“. Die Detailabdichtung auf Basis von Polymethylmethacrylat (PMMA) wurde speziell für die Applikation an Bauteilanschlüssen konzipiert, wie sie beispielsweise an Kellerfenstern vorkommen. „Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis (abP), über das beide Produkte verfügen, gibt Flüssigkunststoffe jedoch auch für weitere Einsatzbereiche frei. Hier bedarf es dann einer Sondervereinbarung mit dem Bauherrn“, so Meyer. „Darüber hinaus haben wir noch ein abP für WU-Betonfugen.“ Während die Flächen dort bereits bauseitig abgedichtet sind, stellen die Fugen in Sachen Hochwasserschutz eine Schwachstelle dar, die mit Flüssigkunststoff behoben werden kann. Beide Systeme sind vliesarmiert. Das Vlies, das zwischen zwei Schichten des Materials eingelegt wird, gibt ihm dynamisch rissüberbrückende Eigenschaften. Weitere Informationen >>>

zuletzt editiert am 23.11.2022