Beck und Heun hat ein Befestigungssystem entwickelt, mit dem sich Wind- und Stoßlasten vom Fensterrahmen über den Rolladenkasten abtragen lassen. Das System besteht aus einer lastaufnehmenden Verbindung, die in die Aufsatz- und Neubaurolladenkästen des Herstellers eingearbeitet wird.
Die „Stabilium“-Befestigungen werden in drei Varianten für Systeme mit Rolladen- und Raffstorebehang angeboten.
Die Ausführung „Stabilum DB Deckenbefestigung“ dient der zusätzlichen Montage am Fenstersturz beziehungsweise an der Decke. Sie ist die Standard-Lösung für die Befestigung des Rollladenkastens. Die Deckenbefestigung wird grundsätzlich bei allen geteilten Elementen der Aufsatzkastenserie „Roka-Top 2“ des Herstellers eingebaut. Da die Lasten am Teilungsbrett nun auf den Baukörper übertragen werden, trägt die Befestigung zur Entlastung des Fensters bei.
„‚ Stabilum PUR Schaum“ trägt Windlasten aus dem Rolladenkasten über die Baukörperanschlussfuge in den Sturz ab. Die Verbindung zum Sturz erfolgt mit PUR-Schaum. Der Kasten muss nach Angaben des Herstellers nicht zusätzlich verschraubt werden. Die so befestigten Rolladenkästen erfüllen gemäß PIV-Prüfung die Anforderungen der Windklasse drei nach DIN EN 12210/12211 sowie die Klassifizierung der relativen frontalen Durchbiegung von C.
Die „Stabilum SK Stabilisierungskonsole“ wird fest mit dem Baukörper verschraubt und trägt sowohl Wind- als auch Stoßlasten ab. Sie absolvierte ebenfalls die Prüfung durch das PIV-Institut und erfüllt die Anforderungen der Windklasse vier nach DIN EN 12210/12211. Bei der Stoßlastprüfung erhielt wurde das Produkt in Klasse fünf nach DIN EN 13049:2003 eingestuft.
Die Systeme „SK Stabilisierungskonsole“ und „PUR Schaum“ werden auf Anfrage in die die in die Aufsatz- und Neubaurolladenkästen des Herstellers integriert.
Die vom PIV-Institut geprüften Fenster-Rollladenkasten-Kombinationen waren mit 300 Zentimeter Breite und bis zu 250 Zentimeter Höhe bewusst groß bemessen. Außerdem wurden verschiedene Fenstergeometrien berücksichtigt. Je nach Rastermaß werden über die Befestigungen horizontal wirkende Winddruck- und Sogkräfte der Windklassen eins bis vier abgetragen, also Belastungen von 400 bis 1.600 Pascal (Pa). Damit können weitestgehend die Anforderungen von Bauwerken der Gebäudeklassen drei und niedriger abgedeckt werden.
