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Das GENO-Haus in der Stuttgarter Innenstadt prägt mit seinem photokatalytischen Fassadenanstrich das Stadtbild. (Abb.: StoCretec)

Fassadensanierung 2011-11-15T00:00:00Z Fassadensanierung hilft der Umwelt

Das "GENO-Haus" im Zentrum von Stuttgart scheint seit der Sanierung 2011 nicht nur im neuen Farbenkleid, sondern verbessert auch die Luftqualität. Die Fassade wirkt photokatalytisch.

Im Sommer 2011 stand die Fassade des GENO-Hauses (Baujahr 1973) zur umfassenden Sanierung an. Dabei ging es den Auftraggebern nicht nur um Funktionalität, sondern auch um die architektonische Wirkung dieses stadtbildprägenden Solitärs. Das Büro "spek Design" aus Stuttgart entwickelte ein stimmiges Farbkonzept, in das auch denkmalpflegerische Aspekte einflossen und durch die Wahl der Farbe "StoPhotosan NOX" bietet das Gebäude jetzt zudem ökologischen Nutzen.

Autos, Busse, LKW besonders Innenstädte sind stark belastet vom Verkehr und den dadurch verursachten Abgasen. Da sich diese aber nur bedingt reduzieren lassen, sind neue Lösungen gefragt. Seit einiger Zeit setzen hier photokatalytische Baustoffe an. Sie zersetzten schädliche Stoffe aus der Luft in ungiftige Spaltprodukte wie Sauerstoff und Nitrat. Das Wirkungsprinzip ist der Katalysator Titandioxid, der in der Farbe steckt. Dieser sorgt dafür, dass an der Oberfläche angelagerte umweltschädliche Stoffe unter Sonneneinstrahlung oxidieren. Solange also Licht auf die Fassade fällt, ist der Katalyse-Prozess aktiv. Regen spült dann das auf der Oberfläche gebildete Nitrat ab. Ein weiteres Endprodukt der katalytischen Reaktion ist Sauerstoff.

Der Systemaufbau am "GENO-Haus": Auf der etwa 13.000 Quadratmeter großen Fläche erfolgte zur Verfestigung der Oberfläche ein Auftrag mit einer Grundierung, anschließend wurde die Fassadenfarbe appliziert.

Heute ist der alte Bürobau wieder ein optisch ansprechender und nun sogar umweltförderlicher Bau.

Bautafel

zuletzt editiert am 09. April 2021
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