Europäische Zusammenarbeit bei der Modernisierung und der strategischen Ausrichtung von Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft – dafür steht das EU-Projekt „Blueprint for Skills in Construction“. (Quelle: ZDB)
Europäische Zusammenarbeit bei der Modernisierung und der strategischen Ausrichtung von Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft – dafür steht das EU-Projekt „Blueprint for Skills in Construction“. (Quelle: ZDB)

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20. October 2021 | Teilen auf:

EU-Projekt: Modernisierung der Ausbildung im Visier

Die Modernisierung und die strategische Ausrichtung von Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft ist das Ziel des EU-Projekts „Blueprint for Skills in Construction“. Bis Ende 2022 soll diese „Blaupause“ für die Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft entwickelt werden. Die Integration der neuen internationalen Anforderungen bei der Energieeffizienz, der Digitalisierung und der Kreislaufwirtschaft ist Teil der Aufgabenstellung. Im nächsten Schritt sind dann Anpassungen an die Aus- und Weiterbildung im eigenen Land geplant.

Beteiligt sind 24 europäische Partner, überwiegend nationale Verbände sowie Akteure aus der Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft. Als größter und ältester Branchenverband für die Bauwirtschaft ist auch der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) in dem von der EU-Kommission mit vier Millionen Euro geförderten Projekt vertreten. Koordiniert wird das Projekt durch die spanische Stiftung Fundación Laboral de la Construcción, eine gemeinsame Bildungseinrichtung der spanischen Regierung und dem dortigen Bauverband und der Gewerkschaft. Im Oktober fand eine Fachtagung der Projektpartner in Berlin statt.

„Die Bauwirtschaft ist eine dynamische Branche: Die Megatrends Digitalisierung und Klimaneutralität stellen neue Anforderungen an die Fachkräfte in der Bauwirtschaft. Daher ist es richtig, dass wir mit dem Projekt ‚Blueprint for Skills in Construction‘ aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in die Aus- und Weiterbildungssysteme einbringen“, erklärte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, bei der Tagung. „Die baugewerblichen Unternehmen aus Mittelstand und Handwerk sind der Motor der Fachkräftesicherung in der Baubranche. Sie bilden über 75 Prozent der Auszubildenden aus. Die Einbeziehung neuer Kompetenzen und Qualifikationen in das System der dualen Ausbildung ist daher für uns ein zentrales Anliegen der nächsten Jahre.“

Das Projekt startete im Januar 2019 als Erasmus+-Initiative und Teil des Aktionsprogramms zu den Sector Skills Alliances. Verschiedene Ergebnisse sind bereits umgesetzt: Neben einer Analyse des Ausbildungsbedarf gibt es auf der Blueprint-Website eine interaktive Karte mit gute Beispielen für Aus- und Weiterbildungsangebote. Nach unbürokratischer Registrierung steht interessierten Studenten, Baufachkräften, Lehrenden und Bildungsanbietern eine Serie von kostenlosen Online-Kursen zur Verfügung. Ab September 2022 wird ein Portal zu Qualifikationen und Fertigkeiten zugänglich sein, das sogenannte European Construction Skills Observatory. Es soll helfen, europaweit Qualifikationsangebot und -nachfrage zu antizipieren und abzustimmen. Weitere Informationen zum ZDB finden Sie auf der Website des Verbands.

zuletzt editiert am 21.10.2021