Estrichziegel lassen sich auf beliebigen Unterkonstruktionen verlegen – zum Beispiel mit Trittschalldämmung und geprüften Trocken-Fußbodenheizungssystemen. (Quelle: Tonality GmbH)

Bauwerkserhaltung

25. August 2022 | Teilen auf:

Estrichziegel: Zeitsparend, feuchteunempfindlich und wärmeleitend

Trockenestrichlösungen bringen einen entscheidenden Vorteil mit sich: Die langen, bei Estrich sonst üblichen Trockenzeiten entfallen. Mit dem „Tonality“-Estrichziegel hat Leipfinger-Bader eine Trockenestrich-Variante im Sortiment, die nach Angaben des Herstellers bereits 48 Stunden nach Verlegung belastbar ist.

Beim Einbau von Estrich müssen je nach Wahl der Estrichvariante Trockenzeiten von mehreren Wochen einkalkuliert werden. Das reduziert die Flexibilität und den planerischen Spielraum der ausführenden Facharbeiter. Mit dem Einsatz des von der Leipfinger-Bader-Tochter Tonality GmbH hergestellten „Tonality“-Estrichziegels lässt sich das ändern: Diese bei 1.200 Grad Celsius zu einem hochwertigen Werkstoff gebrannten Tonziegel sind nicht nur bereits 48 Stunden nach der Verlegung belastbar, ohne dass Dehnungsfugen und Risse entstehen, so Leipfinger-Bader, sondern darüber hinaus auch wärmeleitend und feuchteunempfindlich – Eigenschaften, die herkömmliche Trockenestrichlösungen, nicht für sich reklamieren können.

Die Unterkonstruktion ist variabel wählbar

Die schwimmende Verlegung der Estrichziegel in Kombination mit verschiedenen Aufbaukonstruktionen lässt sich für Verarbeiter ohne den Einsatz von Spezialwerkzeug realisieren. Um einen planebenen Untergrund zu schaffen, wird eine gebundene Trockenschüttung aufgebracht und auf das erforderliche Höhenmaß abgezogen. Im nächsten Schritt werden der Randdämmstreifen angebracht und die gewünschten Dämmschichten wie gewohnt verlegt. Die Estrichziegel von Leipfinger-Bader kommen beispielsweise in Kombination mit einer EPS-Hartschaumdämmung und Trittschalldämmung aus Holzweichfaser zum Einsatz. Auch die Integration einer Fußbodenheizung in die Unterkonstruktion ist möglich. Geeignet sind hier geprüfte Trocken-Fußbodenheizungssysteme – beispielsweise als Öko-System mit Rohren und Wärmeleitblechen in Holzweichfaser-Dämmung auf Holzweichfaser-Trittschalldämmung. Als Trennlage und zur Vermeidung einer kraftschlüssigen Verklebung des Untergrunds mit dem nachfolgenden Estrichbelag wird die Unterkonstruktion abschließend mit einer Folie oder Schrenzlage verdeckt.

Im Anschluss an die Erstellung der Unterkonstruktion erfolgt das Verlegen der Estrichziegel. Die Tonziegel im Format 200 mal 555 Millimeter sind an den Stirnseiten glatt geschnitten und verfügen an den Längsseiten jeweils über eine Nut und eine Feder. Sie lassen sich mit Standard-Equipment wie Kelle und Nassschneidegerät zügig und einfach vor Ort zuschneiden und anschließend verlegen. Sie reduzieren mit ihrer geringen Materialdicke von nur 18 Millimetern die Aufbauhöhe selbst bei komplexen Bodenkonstruktionen. Mit einem hochfesten Spezialkleber ist eine Verlegung der Estrichziegel bereits ab einer Temperatur von 5 Grad Celsius möglich.

Die Estrichziegel sind vielseitig einsetzbar

Die Estrichziegel eignen sich aufgrund ihrer bauphysikalischen Eigenschaften für sehr unterschiedliche Bauprojekte und Ansprüche. Weil sie trocken verlegt werden, schützen sie Holzbauten nachweislich vor Feuchteschäden. Aufgrund des geringen Flächengewichts von 37,7 Kilogramm pro Quadratmeter und der niedrigen Aufbauhöhe eignen sie sich zudem besonders für die Sanierung und bieten Wohn- und Geschäftsräumen mehr nutzbare Höhe. Vor allem in Kombination mit Fußbodenheizungen kann der keramische Trockenestrich seine Eigenschaften optimal entfalten. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 1,30 Watt pro Meter und Kelvin (W/mK) ermöglicht er eine schnelle Raumerwärmung trotz niedriger Vorlauftemperatur. Weitere Informationen >>>

zuletzt editiert am 25.08.2022