Das Berliner Fachunternehmen Barg Betonbautechnik hat sich aufgrund seines Bekenntnisses zur Qualität in Planung und Ausführung vom regionalen Marktführer zu einem deutschlandweit präsenten Sanierungsunternehmen entwickelt.
Schutz und Instandsetzung von Betonkonstruktionen gehören zu den anspruchsvollen Bauaufgaben, deren Bewältigung ein hohes Maß an Kenntnissen voraussetzt. Werden Schäden zu spät erkannt oder werden die falschen Maßnahmen ergriffen, sind oft hohe Kosten die Folge. Jürgen Barg, Gründer der Barg Betontechnik und -instandsetzungs GmbH in Berlin, hat schon früh einen Zusammenhang zwischen Qualität und Umfang von Instandsetzungsmaßnahmen und nachhaltiger, langfristiger Behebung der Schäden vermutet. „Als in den 70er-Jahren die ersten größeren Probleme bei Betonbauten auftraten,“ weiß der heutige Firmeninhaber Dirk Dalichow, „kam er schnell zu der Überzeugung, dass die Instandsetzung von Betonschäden eine hochkomplexe Aufgabe ist. Bis heute sind viele Prozesse, die sich im Beton abspielen, ja nicht vollständig erforscht.“
Barg war damals der festen Überzeugung, dass rechtzeitig und zielgerichtet ausgeführte Instandsetzungsmaßnahmen in entscheidendem Maße dazu beitragen, die Bausubstanz nachhaltig zu erhalten, die Nutzungsdauer von Bauwerken zu verlängern, Planungs- und Ausführungsfehler zu beseitigen, die Standsicherheit wiederherzustellen und langfristig wirtschaftlich sind, da sie finanzielle Folgeschäden vermeiden. Schon früh vertrat er daher die Auffassung, dass für das neu aufkommende Gewerbe Qualitätsstandards erarbeitet werden müssen, um den Kunden eine ordentliche Qualität abliefern zu können.
Mitbegründer der Bundesgütegemeinschaft
Die maßgeblich durch Jürgen Barg beeinflusste Idee, die schließlich zur Gründung der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken e. V. (ib) führte, war, sich durch die Definition von Instandsetzungs- Regeln einem hohen Ausführungsstandard zu verpflichten und dies durch den Zusammenschluss mit anderen, gleichgesinnten Unternehmen in einem Verein nach außen zu demonstrieren. „Er hat sich intensiv mit der Problematik auseinandergesetzt“, so Dalichow, der bis heute gerne den Rat des Firmengründers sucht, „und schnell verstanden, dass es nicht ausreicht, Schadstellen im Beton optisch aufzuhübschen, sondern dass in aller Regel umfassende Maßnahmen zur Behebung der Schäden erforderlich sind.“ Schließlich bilde Beton die Tragstruktur eines Bauwerks. Instandsetzung sei damit auch immer standsicherheitsrelevant. „Es ist ein Unterschied“, bemerkt Dirk Dalichow, „ob nur etwas Putz von der Wand fällt, oder ob Beton abgeplatzt ist und freiliegende Bewehrungsstähle möglicherweise die Standsicherheit eines Gebäudes gefährden.“ Daher auch sein Tipp: „Die Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken e.V. bietet Unterstützung bei der Suche nach entsprechend sachkundigen Planern und fachkundigen Firmen.“
Regelwerke sind stets die Basis
Die Tradition verpflichtet: Auch wenn es manchmal unverhältnismäßig aufwendig zu sein scheint und wenn den Bauherren vielfach das Sachverständnis für die notwendigen Maßnahmen fehlt und sie – nicht zuletzt um Kosten zu reduzieren – auf Kompromisse drängen, bei der Barg Betonbautechnik, Mitglied in der Gütegemeinschaft Betoninstandsetzung Berlin und Brandenburg e. V., werden auch heute noch, 40 Jahre nach der Firmengründung, alle Arbeiten nach den strengen Vorgaben der Regelwerke ausgeführt.
Keine Sanierung ohne vorherige Planung
Idealerweise erstellt dabei ein sachkundiger Planer eine Ist-Zustandsanalyse, die als Basis für die weiteren Vorhaben dient. „Wenn dann im nächsten Schritt geklärt ist, welche Erwartungen vor allem bezüglich der Nutzungsdauer an das entsprechende Gebäude gestellt werden“, erklärt Dalichow, „können geeignete Maßnahmen festgelegt werden, um das Bauwerk in einen Soll-Zustand zu überführen.“ Dazu gehört eine seriöse Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ebenso wie die Auswahl eines entsprechend qualifizierten Fachunternehmens und die Qualitätssicherung durch konsequente Eigenüberwachung des ausführenden Unternehmens sowie die zusätzliche Kontrolle der Arbeiten durch eine dafür anerkannte Prüf- und Überwachungsstelle.
Der hohe Anteil von Aufträgen, die sich auf die Behebung von Fehlsanierungen beziehen, aber zeigt, dass die tägliche Praxis anders aussieht. „Bauherren“, die Erfahrung hat Dirk Dalichow häufig gemacht, „versuchen gerne, den Prozess des Planens der Sanierungsmaßnahmen zu sparen, und entscheiden sich oft zudem aus Kostengründen für nicht entsprechend qualifizierte Firmen.“ Das Ergebnis seien vor allem unnötige, hohe Zusatzkosten. „Die sofortige Durchführung einer fachgerechten Sanierung“, betont Dalichow, „ist vordergründig gesehen zwar viel aufwendiger, auf lange Sicht gesehen aber nachhaltig und vor allem preiswerter.“
Umnutzung als Betätigungsfeld
Wurden in den 90er-Jahren überwiegend Betonfassaden instand gesetzt, so sind heute Tiefgaragen und Parkhäuser das Hauptbetätigungsfeld des Unternehmens. „Aktuell“, beobachtet der Unternehmer, „geht der Trend dahin, bestehende Gebäude umzunutzen.“ Soeben hat er die betontechnische Sanierung eines 18-stöckigen Bürogebäudes abgeschlossen, das zu einem Hotel umgebaut wird.
Dieser Beitrag ist Teil eines Artikels aus Baugewerbe , Ausgabe 9.2013
Autoren: Rita Jakobs und Hans Joachim Rosenwald
