FVHF-Effizienz-Tool
Mit dem „FVHF-Effizienz-Tool“ lassen sich Anforderungen an Dämmstoffe und Unterkonstruktionen von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden berechnen. (Abb.: FVHF)

Außendämmung 2016-01-22T00:00:00Z Energieeffiziente Fassaden planen

Bei der Optimierung des Energiebedarfs von Bauwerken spielt der U-Wert von Fassadenaufbauten eine wichtige Rolle. Für Architekten, Planer und Verarbeiter bietet der Fachverband vorgehängte hinterlüftete Fassaden (FVHF) ab sofort ein Online-Tool als Unterstützung bei der Vorplanung.

Das kostenfreie Programm ermöglicht es, zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Planung bauwerksbezogene Anforderungen an die Unterkonstruktion und Wärmedämmung zu formulieren.

Um die Ausschreibung durch eine produktneutrale energetische Qualitätsanforderung zu ergänzen, hat die Projektgruppe U-Wert des FVHF die Einführung von Effizienzklassen für die Fassadenunterkonstruktionen erarbeitet. Das „FVHF-Effizienz-Tool“ ermittelt die erforderliche Dämmstoffdicke und die zu fordernde energetische Effizienzklasse einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade, in Abhängigkeit eines bestimmten Soll-U-Wertes der Außenwand. Das Tool ermöglicht somit die Anforderungen an den Dämmstoff und die Unterkonstruktion, unabhängig von der genauen Detaillierung zu formulieren.

Vier Eingabe-Parameter werden benötigt, um die Anforderungen zu berechnen:

1) Material und Dicke des Verankerungsgrundes

  • Als Standard-Verankerungsgrund ist Stahlbeton 200 Millimeter hinterlegt. Dieser Wert kann durch Auswahl aus der Liste oder Eingabe eines freien λ-Wertes geändert werden

2) Wärmeleitfähigkeit der vorgesehenen Dämmung

  • Die Wärmeleitfähigkeitsgruppe leitet sich aus dem rechnerischen Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ ab. Ein Wert von 0,035 W/(m*K) entspricht der WLG 035. Je kleiner der WLG-Wert ist, desto größer ist die Wärmedämmwirkung.

3) Pauschaler Korrekturfaktor

  • Das Tool berücksichtigt bei der Berechnung des Wärmebrückenzuschlages der Unterkonstruktion einen zusätzlichen Korrekturfaktor von 0,01 W/(m²*K) – bspw. für Fensterlaibungen und Gebäudeecken. Dieser kann optional abgeschaltet oder durch einen freien Wert geändert werden.

4) Soll-U-Wert der geschlossenen Wandflächen

  • Hier wird der Soll-U-Wert der Außenwand entsprechend den Anforderungen der EnEV an die verschiedenen Gebäudetypen oder als freier Eingabewert z. B. für KfW 70 vorgegeben. (U-Werte von Fenstern und Türen finden hierbei keine Berücksichtigung.)

Aus diesen vier Einflussgrößen ermittelt das Programm im ersten Schritt die sich ergebende Mindestanforderung an die Effizienzklasse der Unterkonstruktion (Wärmebrückeneffizienzklasse ∆U) bei Begrenzung der Dämmstoffdicke auf maximal 240 Millimeter. In einem zweiten Berechnungsschritt kann vom Programmnutzer die Dicke des Dämmstoffes von 60 bis 300 Millimeter und dessen Wärmeleitfähigkeitsgruppe variiert und die sich daraus ergebende geänderte Effizienzklasse der Unterkonstruktion abgelesen werden.

Das „ FVHF-Effizienz-Tool “ kann kostenlos heruntergeladen werden.


zuletzt editiert am 09. April 2021
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