Am 14. September wurde der Caparol „Architekturpreis Farbe – Struktur – Oberfläche 2016“ in Frankfurt verliehen. Unter den Gewinnern: ein etwas anderes Sanierungsprojekt.
Dritter Platz ging an die Antivilla
Kaum ein Projekt dürfte so viel Polarisierungspotenzial haben wie die „Antivilla“ in Potsdam-Krampnitz: Das Berliner Architekturbüro Brandlhuber und Emde, Burlon hat dabei die üblichen Sanierungspraktiken umgedreht. Nicht die Außenhülle wird dabei erneuert, sondern in ihrer Rohheit belassen, und sogar noch verstärkt: Neue Öffnungen werden roh aus der Wand geschlagen und betont. Ansonsten baut das Konzept das Gebäude nach innen weiter, der dabei entstandene offene Raum mit seinen betonsichtigen Flächen lässt sich durch leichte Vorhänge zonieren, ist prinzipiell aber vollkommen offen. Möglich macht diese radikalen Eingriffe eine neue Dachkonstruktion, die sich plattengleich über das Volumen legt. „Selten wird ein Haus derart konsequent in seine Bestandteile zerlegt und seine Strukturen so schonungslos offenbart wie bei diesem Projekt“, so die Jury.
Die ersten Plätze gingen jeweils an Neubauprojekte. Alle Preisträger sowie weitere Informationen zum Preis und zur Antivilla finden Sie auf der Seite des Caparol-Architekturpreises.
