Die Gefahrstoffe haben keine Pandemie-Pause eingelegt – gut, dass die Gefahrstoffexperten auf der DCONex wieder den direkten Kontakt und Dialog suchen können. (Quelle: DCONex)
Die Gefahrstoffe haben keine Pandemie-Pause eingelegt – gut, dass die Gefahrstoffexperten auf der DCONex wieder den direkten Kontakt und Dialog suchen können. (Quelle: DCONex)

Schadstoffe

13. January 2022 | Teilen auf:

Die DCONex findet statt

Auch wenn die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen auch in diesem Winter eine Rückkehr zur Normalität unmöglich macht, soll es so viel Normalität geben wie möglich: Das gilt auch für die DCONex, sie wird stattfinden – und zwar wie geplant am 19. und 20. Januar 2022 in Präsenz in Essen unter 2G-Bedingungen.

Aufgrund der erarbeiteten Konzepte sind die behördlichen Stellen wie auch die Veranstalter und fachlichen Träger weiterhin der Überzeugung, dass die DCONex als Fachveranstaltung sicher durchgeführt werden kann. Nicht zuletzt deshalb, weil unter den vorgegebenen 2G-Bedingungen bereits einige Veranstaltungen stattgefunden und damit bewiesen haben, dass echte Begegnungen bei gleichzeitigem Schutz der Teilnehmer möglich sind. 2G-Bedingungen heißt konkret: Teilnehmer müssen beim Einlass einen 2G-Nachweis vorlegen, müssen also ihren Status als vollständig geimpft oder genesen belegen. Zusätzlich muss auf der Veranstaltung eine medizinische Maske getragen werden.

Das Thema Gebäudeschadstoffe hat während der Corona-Pandemie keine große Öffentlichkeit gefunden. Aber natürlich sind die Schadstoffquellen aus der Vergangenheit weiter im Gebäudebestand vorhanden und müssen von Auftraggebern, Architekten, Planern, Handwerksunternehmen und Nutzern bei Baumaßnahmen im Bestand dringend beachtet werden. Gut also, dass die DCONex als Forum aller Beteiligten nach einem Jahr Pandemie-Pause wieder stattfinden kann. Die Erarbeitung der rechtlichen Grundlagen und technischen Regelwerke, die Erprobung neuer Sanierungstechniken und -verfahren sowie das Sammeln von Erfahrungen in vielen Baustellensituationen haben keine Pause eingelegt. Am ersten Tag stehen neben der Schadstoffsanierung in denkmalgeschützten Gebäuden die beiden Schadstoffe im Zentrum der Vorträge, mit denen man sich beim Bauen im Bestand am häufigste beschäftigen muss: Asbest und Schimmelpilze.

Asbest- und Schimmelpilzsanierung sind die zentralen Themen

Neben den Eckpunkten der Asbestregelungen in der künftigen Gefahrstoffverordnung geht es beim Thema Asbest vor allem um die Aufgaben des Veranlassers von Bauarbeiten mit Asbest sowie um den Umgang mit asbesthaltigen Brandschutzklappen und asbesthaltigen Abfällen aus dem Baubestand. Darüber hinaus setzen sich mehrere Vorträge mit der TRGS 519 auseinander. Bei der Schimmelpilzsanierung widmen sich die Referenten dem Thema Trocknung, den Unwägbarkeiten bei einer Schimmelsanierung in öffentlichen Gebäuden sowie den rechtlichen Anforderungen der Biozid-Verordnung. Darüber hinaus beschäftigt sich ein ganzer Themenblock mit der Feinreinigung zum Abschluss einer Schimmelpilzsanierung und der anschließenden Sanierungskontrolle nach WTA-Merkblatt.

Am zweiten Tag stehen aktuelle Entwicklungen in den Regelwerken, Projektbeispiele der Schadstoffsanierung und vor allem die Gesundheitsgefahren durch PCB in Gebäuden im Vordergrund. Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Kraus vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin an der RWTH Aachen referiert über PCB-Humanbiomonitoring bei Innenraumbelastungen, Dr. rer. nat. Frank Karg über die Expositionsabschätzung von PCB-Belastungen in Innenräumen (aus Fugen, Anstrichen, Baumaterialien, etc.) per TERQ-Modell und die Ermittlung der Notwendigkeit von Sanierungsmaßnahmen und -zielen. Alle weiteren Themen finden Sie im Programm des Kongresses, das Sie hier herunterladen können. Die Veranstalter und die Rudolf Müller Mediengruppe als Partner der DCONex freuen sich auf den Austausch mit Ihnen: Viele haben sich bereits für den Fachkongress und die begleitende Messe angemeldet, aber noch sind Plätze frei. Noch sind Anmeldungen möglich – und zwar auf der Website der DCONex.

zuletzt editiert am 13.01.2022