Außendämmung 2016-02-03T00:00:00Z Deutscher WDVS-Markt setzt Talfahrt fort

Die Herstellererlöse sind 2015 voraussichtlich um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken, wie aktuelle Daten im Branchenradar „Wärmedämm-Verbundsysteme in Deutschland 2015“ zeigen.

Auch im dritten Jahr in Folge ist am deutschen WDVS-Markt keine Erholung in Sicht. Voraussichtlich sinken die Herstellererlöse im laufenden Jahr um 935 Millionen Euro (3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Verantwortlich für die schwache Performance ist ein erneutes Absacken des Sanierungsmarktes. Zwar verlangsamt sich die Schrumpfung im Vergleich zu 2014, liegt aber mit -7,9 Prozent gegenüber 2015 noch immer auf einem hohen Niveau.

Unverändert bleiben dem gegenüber die Preise. Auch 2015 sanken die Durchschnittspreise für Wärmedämmverbundsysteme um 0,4 Prozent.  Verantwortlich für die stabile Preislage ist die enorme Marktmacht der großen vier Anbieter am deutschen WDVS-Markt. Gemeinsam kommen sie auf einen Marktanteil von über 75 Prozent und konnten auch im laufenden Jahr Marktanteile gewinnen. Ob die Marktkonzentration dauerhaft dazu führen wird, dass selbst bei sinkender Nachfrage die Preise stabil bleiben können, ist aber fraglich.

Dämmmaßnahmen unter Beschuss

Eine Ursache für die sinkende Nachfrage nach Fassadendämmung findet sich in dem kontroversiell geführten Diskurs über den ökologischen und ökonomischen Nutzen einer Gebäudeisolierung sowie dem Verhalten von Styropor im Falle eines Gebäudebrands. Trotz enormer Bemühungen der Hersteller bleibt die Verunsicherung der Kunden bestehen. Als weiteren Grund nennt der Branchenradar „Wärmedämm-Verbundsysteme in Deutschland 2015“ die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. So sei der Energieausweises hinderlich für ein steigendes Engagement für Dämmmaßnahmen, weil er weniger auf die Dämmung der Gebäudehülle als auf die Erneuerung von Heizanlagen abziele, die deutlich günstiger ist als eine Fassadendämmung.  


zuletzt editiert am 09. April 2021
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