Denkmalschutz und Brandschutz vereint
Die Außenansicht des Haus der Jugend in Wuppertal-Barmen. (Abb.: C. Riedel, Wuppertal)

Brandschutz 2012-10-31T00:00:00Z Denkmalschutz und Brandschutz vereint

Für das denkmalgeschützte Gebäude Haus der Jugend in Wuppertal-Barmen wurde im Zuge einer Sanierung ein neues Brandschutzkonzept notwendig. Der Beitrag geht u.a. auf das Räumungskonzept ein und zeigt die Besonderheiten im baulichen und anlagentechnischen Brandschutz auf.

Die ehemalige Barmer Ruhmeshalle ist ein historischer Bau im Wuppertaler Stadtteil Barmen. Er wurde 197-1900 errichtet und diente zur Ausstellung moderner Kunst. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude bei einem Luftangriff zerstört. Nach zehnjährigem Leerstand wurde es in den 1950er Jahren wiederaufgebaut und 1958 als Haus der Jugend wiedereröffnet. Das Gebäude steht seit 1985 unter Denkmalschutz.

Ausgangslage

Da das bestehende Brandschutzkonzept aus dem Jahre 1999 nicht mehr der baulichen Realität entsprach und bestimmte Fragen zur Nutzung des Gebäudes nicht abschließend beantwortet werden konnten, forderte die Bauordnungsbehörde der Stadt Wuppertal für die geplante Sanierung sowohl die Stellung eines neuen Bauantrags als auch ein neues Brandschutzkonzept.

In den bisherigen brandschutztechnischen Beurteilungen des Objektes wurde davon ausgegangen, dass aufgrund der gemeinsamen Nutzung der Flucht- und Rettungswege bestimmte Beschränkungen des Betriebes erforderlich seien (keine zeitgleiche Nutzung mehrerer Versammlungsräume im Objekt). Diese Nutzungseinschränkungen sollten im Rahmen des neuen Brandschutzkonzeptes aufgehoben werden.

Das Sanierungskonzept erarbeitete ein neues Team von Architekten, Fachplanern und Brandschutzsachverständigen in enger Abstimmung mit dem Bauherrn und den Nutzern.

Ein enges Budget für Brandschutz, Klimatisierung und energetischer Sanierung stellte die Projektbeteiligten vor die Herausforderung, allen Seiten gerecht zu werden und trotzdem das Budget einzuhalten. Gerade im Bereich des Brandschutzes war es notwendig, nicht aus dem Vollen zu schöpfen, sondern in enger Abstimmung mit der Feuerwahr angepasste und kostenoptimierte Lösungen zu erarbeiten.

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zuletzt editiert am 09. April 2021
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