Am 1. und 2. Februar 2017 informieren beim DCONex Fachkongress in Essen Experten zu den wichtigsten Themen rund um Gebäudeschadstoffe und den richtigen Umgang mit ihnen.
Das Programm gliedert sich die Kongressblöcke „Neuer Blick auf PCB und Chlorparaffine“, „Schadstoffbelastungen in haustechnischen Anlagen bei der Bauunterhaltung“, „Beiträge zum nationalen Asbestdialog“ und „Essener DCONex-Gespräche – Reden über Gebäudeschadstoffe“. Detaillierte Informationen und die Anmeldeunterlagen finden sich auf der Webseite der DCONex .
PCB und Chlorparaffine neu bewerten
Am Vormittag des 1. Februar informieren Ingenieure und erfahrene Praktiker zu aktuellen Aspekten bei der Bewertung und Sanierung von PCB in Gebäuden sowie zum Einsatz von Lasern bei der Dekontamination und zu Ersatzstoffen für PCB. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit einer VDI-Richtlinie für PCB und deren Inhalte in den Mittelpunkt gerückt. Referieren werden Dr. Gerd Zwiener vom Sachverständigenbüro Zwiener in Köln, Dr. Pascal Diefenbacher von der Arcadis Schweiz in Schliefenbach, Martin Kessel von der Arcadis Deutschland, Karlsruhe. sowie Dr. Anton Anthofer von der EWN in Karsruhe und Andrea Bonner von der BG BAU in Karlsruhe.
Schadstoffbelastungen im Bestand erkennen und bewerten
Der zweite Vortragsblock am 1. Februar gibt einen Einblick in die Vielzahl an typischen Schadstoffverwendungen bei Tätigkeiten an technischen Anlagen im Bestand (Hans-Dieter Bossemeyer, Wessling, Altenberge).
In weiteren Vorträgen geht es um Rückkühlwerke und Legionellen (Dr. Martin Strathmann, IWW Zentrum Wasser, Mühlheim an der Ruhr) sowie um Asbest in Gebäudetechnischen Anlagen (Dr. Jürgen Kisskalt, LGA Institut für Umweltgeologie und Altlasten, Nürnberg). Außerdem referiert Oliver Becker von der Competenza in Fürth zum Umgang mit alten Mineralwollen und den Besonderheiten von KMF-Produkten aus dem Brandschutzbereich. Moderiert wird der erste Block von Gregor Reichle, Objektleiter der Fachzeitschrift B+B BAUEN IM BESTAND.
Asbest gefährdet auch Fachhandwerker
Asbest befindet sich nicht nur in Dach- und Fassadenplatten, Rohren, Bodenbelägen, sondern auch in anderen, unauffälligen Bauprodukten. So wurden Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber als asbesthaltige Gefahrenquellen lange wenig beachtet, obwohl sie heute als weit verbreitetes Risiko eingestuft werden. Gefährdet sind Abbruchunternehmen und Sanierungsbetriebe, aber auch Handwerker, wie Maler und Elektriker sowie Heimwerker bei Renovierungsarbeiten. Wie Schadstoffbelastungen zu erkennen sind und welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, sind wichtige Ansatzpunkte des Fachkongresses. In Vorträgen im Rahmen des nationalen Asbestdialogs am zweiten Kongresstag werden aktuelle Erkenntnisse und Ergebnisse zusammengetragen, über die Gefahren informiert und praxisnahe Lösungen für die Asbestproblematik diskutiert. Unter der Moderation von Dr. Bettina Schröder referieren unter anderem Olaf Dünger von der Tauw in Moers, Andeas Feige-Munzig von der BG BAU in München, Dr. Alexander Berg vom Sachverständigenbüro A. Berg in Hamburg und Dr. Stefan Scherer von der SUVA in Luzern.
Podiumsdiskussion – Reden über Gebäudeschadstoffe
Über mehrere Jahrzehnte hinweg wurden Millionen Tonnen asbesthaltiger Materialien in Europas Immobilien eingebracht, nur ein kleiner Teil wurde bisher entfernt. Im Rahmen der Podiumsdiskussion, am Nachmittag des zweiten Kongresstages, dem 2. Februar, werden unterschiedliche Ansätze und Vorgehensweisen im europäischen Kontext beleuchtet. Die Podiumsdiskussion steht unter dem Thema „Nachhaltiges Bauen und Asbest – Konsequenzen für Mensch und Umwelt“.
Ausstellung zeigt Produkte zum Schadstoffmanagement
In den letzten Jahren kristallisierte sich die Bedeutung des zweitätigen DCONex-Fachkongresses als Herzstück der Fachveranstaltung immer stärker heraus. Um diesem Rechnung zu tragen, findet der DCONex-Kongress ab 2017 (1. + 2. Februar 2017) jährlich im Congress Center West der Messe Essen statt.
Ergänzt wird der Kongress durch eine begleitende Fachausstellung. Es besteht die Möglichkeit, den DCONex-Kongress durch Architekten- und Ingenieurkammern als Fortbildung anerkennen zu lassen.
Fachlicher Träger ist der Gesamtverband Schadstoffsanierung e.V. (GVSS). Es besteht die Möglichkeit, den DCONex-Kongress durch Architekten- und Ingenieurkammern als Fortbildung anerkennen zu lassen.
Hier finden Sie weitere Informationen zur DCONex 2017 sowie die Anmeldeunterlagen für den Kongress.
