Dauerhaftigkeit von Putz- und Fugenmörteln untersucht
Auf der Süd- und Westseite des Rathauses Frankfurt/Oder wurden die Proben des Brandenburger Putzmörtels genommen. (Abb.: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege)

Fassadensanierung 2012-10-31T00:00:00Z Dauerhaftigkeit von Putz- und Fugenmörteln untersucht

In Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege wurden ab 1998 Mörtelrezepturen entwickelt, um Putz- und Fugenmörtel an einer Reihe historischer Bauwerke zu sanieren. Nun wurde der Zustand der "Rajasil Brandenburger Putz- und Fugenmörtel" untersucht.

Im Rahmen des Verbundprojektes "Erforschung und Erhaltung historischer Mörtel und Putze im Hinblick auf Umweltschäden" wurde in Brandenburg die Bindemittel- und Zuschlagzusammensetzung einer Vielzahl von historischen Putzen und Mörteln untersucht. Diese historischen Kalkmörtel wiesen geringe hydraulische Anteile auf; gipshaltige Bindemittelanteile oder organische Beimengungen wurden nicht nachgewiesen.

Der Bindemittelgehalt schwankte aufgrund von gröberen Kalkstücken vergleichsweise stark, er lag aber deutlich über dem Gehalt heute gebräuchlicher Mörtel. Der Zuschlag bestand im Allgemeinen aus quarz- und feldspathaltigen Sanden. Der abschlämmbare Teil der ungewaschenen Sande bewirkte die typische rötlich-braune Färbung der vorwiegend mittelalterlichen Mörtel. Als typisches Größtkorn wurde ein Durchmesser von 4 mm bestimmt.

Auf Grundlage dieser Bestandsanalysen wurden Mörtel für die Sanierung von Putzen und Fugen entwickelt, wie zum Beispiel der "Rajasil Brandenburger Putz" und der "Rajasil Kalkfugenmörtel 04 Brandenburg". Um die Dauerhaftigkeit dieser Sanierungsmörtel zu ermitteln, wurden im Rahmen einer studentischen Arbeit an der Bauhaus Universität Weimar an drei Bauwerken nach einer Standzeit von sechs bis elf Jahren beispielhaft folgende Parameter untersucht:

- Wasseraufnahme nach Karsten (vor Ort),

- Feuchtebelastung in der Einbausituation,

- Sättigungsfeuchte,

- Salzbelastung,

- Druckfestigkeit,

- Karbonatisierungstiefe,

- Gefüge mittels Lichtmikroskopie.

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zuletzt editiert am 09. April 2021
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