Das Ingenieurbüro für Bauwerkserhaltung Weimar (IBW) hat die „Zebrasonde“ zur Bauwerksdiagnose von Durchfeuchtung und Trocknung des Mauerwerks entwickelt. Desoi hat die Reproduktion der Sonde übernommen.
Die gestreifte Ummantelung hat der Sonde ihren Namen gegeben. Erfasst wird beispielsweise in massiven Wandkonstruktionen im Tiefenprofil den spezifischen elektrischen Widerstand. Dadurch können Durchfeuchtungen oder Trocknungen im zeitlichen Verlauf erfasst und qualitativ bewertet werden.
Eine Eichung und damit ein Rückschluss zu quantitativen Feuchtegehalten im Tiefenprofil ist über entsprechende Probenahmen und Laboruntersuchungen im Zusammenhang mit den erforderlichen Bohrkanälen zum Einsetzen der Sonden möglich. Die Tiefenprofilsonde hat einen Durchmesser von maximal 30 Zentimetern. Die in unterschiedlichen Tiefen möglichen Messstellen werden

über Anschlusskabel in den Sondenkern geführt und mittels Anschlussdose mit dem Datenlogger verbunden. Die Messdaten können wahlweise vor Ort ausgelesen oder über entsprechende Modems fernübertragen werden. Notwendige Voraussetzungen sind dabei zum einen die Erstellung von Bohrkanälen zum Setzen der Sonden sowie der Zugang zu Messstellen und ein Stromanschluss von ca. 220 V/10 A für den Zeitraum der Messungen. Die exakte Installation ist dabei unbedingt notwendig.
Üblicherweise können die Sonden nach Beendigung der Messungen im Mauerwerk verbleiben. Die Herstellung weiterer Sonden übernahm das Unternehmen DESOI. Hierzu wurde eine spezielle Form entwickelt, mit der die Sonden hergestellt werden können, vorstellbar wie eine Art Gießform. Der Sensorteil der Zebrasonde hat einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern und eine Länge von 20 bis 50 Zentimeter.
Die Zebrasonde findet ihren Einsatz exklusiv im Rahmen der Bauwerksdiagnostik des IBW.