Draenagenanlage
Zu einer Dränanlage gehören Reinigungs-, Kontroll- und Spüleinrichtung. In ihnen darf sich kein Wasser stauen, so wie auf diesem Bild.(Abb.: Franz-Josef Hölzen)

Bauwerksabdichtung 2013-09-24T00:00:00Z Damit das Wasser in Fluss bleibt

Dränanlagen dienen zur Unterstützung von Bauwerksabdichtungen. Wird der Einbau einer Dränanlage als flankierende Maßnahme einer nachträglichen erdberührten Bauwerksabdichtung geplant, kann ein geringerer Lastfall angenommen werden, da eine funktionierende Dränanlage Wasser gezielt ableitet und ein Aufstauen verhindert.

Dränung ist die Entwässerung des Bodens durch Dränschichten und Dränleitungen, um drückendes Wasser zu verhindern. Dabei soll die Dränung filterfest sein, damit Bodenteilchen nicht ausschlämmen können. Eine solche Dränanlage besteht aus dem Drän, zu dem Dränleitung und Dränschicht gehören, Kontroll- und Spüleinrichtungen sowie Ableitungen. Die Rohre der Dränleitung nehmen das aus der Dränschicht anfallende Wasser auf und leiten es ab. Sie dürfen nicht verstopfen, um die Ableitung problemlos und dauerhaft zu gewährleisten. Deshalb müssen Öffnungen von Dränanlagen abgedeckt sein, um das Eindringen von Schmutz und anderen Fremdkörpern zu verhindern.

Die Wasserbelastung untersuchen

Einer der häufigsten Fehler bei der Planung von Dränanlagen ist die falsche Einschätzung der Wasserbeanspruchung. Denn der gesamte Wasseranfall muss von der Dränschicht und der Dränleitung aufgenommen werden können. Eine Fehleinschätzung führt in der Praxis oft dazu, dass nicht nur die Bauwerksabdichtung unzureichend geplant und ausgeführt wird, sondern auch auf eine flankierende Dränung verzichtet wird. Um Dränanlagen zu planen und auszuführen, müssen daher im Vorfeld Untersuchungen zur Wasserbelastung durchgeführt werden. Der Wasseranfall an erdberührten baulichen Anlagen ist von der Größe des Einzugsgebiets, der Geländeneigung, der Schichtung und Durchlässigkeit des Bodens und der Niederschlagshöhe abhängig. Es ist außerdem zu beachten, dass der Wasseranfall durch Regen, Schneeschmelze und Grundwasserspiegelschwankungen beeinflusst wird und wesentlich größer sein kann, als beim Aushub beobachtet. Bei erdberührten Wänden und Decken ist darüber hinaus der zusätzliche Wasseranfall aus angrenzenden Einzugsgebieten, benachbarten Deckenflächen und Gebäudefassaden zu berücksichtigen.

Zu ermittelten ist auch der Grundwasserstand, zum Beispiel durch Schürfen oder Bohrungen, aus Erfahrungen bei Nachbargrundstücken oder durch Befragen von Ämtern. Dabei ist für die Planung stets vom ungünstigsten Fall auszugehen.

Wassereinzugsgebiet der Dränage ermitteln

Im Hinblick auf das Wassereinzugsgebiet ist dessen Größe, Form und Oberflächengestalt zu erfassen. Neben der Inaugenscheinnahme ist es hierfür zweckmäßig. topografische und geologische Karten auszuwerten. In Hanggelände, in Muldenlagen, bei wasserführenden Schichten und Klüften, in Quellgebieten, bei Grundwasservorkommen und bei großflächigen Bauwerken sind weitergehende Boden- und Grundwasseruntersuchungen erforderlich.

Dies er Beitrag ist Teil eines Artikels au s   B+B SPEZIAL, Sanierung von Feuchtesc häden

Autoren: Franz-Josef Hölzen

zuletzt editiert am 09. April 2021
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