Bekanntlich hat sich der Holzschutz in den letzten Jahren zu einem immer wichtiger werdenden Fachgebiet entwickelt. Zugleich hat das Interesse an biogenen Ursachen für Belastungen und Schädigungen in und an Gebäuden bei den am Bau Beteiligten, aber auch bei den Gebäudenutzern, erheblich zugenommen. Über diese „Welt im Kleinen“ informieren Tobias Huckfeldt und Olaf Schmidt in der zweiten Auflage ihres Buches „Hausfäule- und Bauholzpilze – Diagnose und Sanierung“ umfassend und anschaulich.
Fachliteratur, die sich mit der „Welt im Kleinen“ auseinandersetzt und baupraktisch verwertbares Wissen transportieren will, bedarf neben der verständlichen textlichen Information zwingend auch einer reichhaltigen Farbbebilderung, letztlich auch des besseren Verstehens wegen. Denn oft ist das, was man mit dem bloßen Auge vor Ort sehen kann, nur die Spitze des Eisbergs. Hierbei haben die Autoren dieses Werks schlichtweg Meilensteine gesetzt: Durch hervorragende Visualisierung wird anhand von Detailfotos die zerstörende Kraft der besprochenen Spezies gezeigt, aber auch anhand von mikroskopischen Aufnahmen deren vielfältige Erscheinungsformen.
In herausragender Art und Weise wird die Welt der Hausfäule- und Bauholzpilze vorgestellt. Lebensbedingungen und Bestimmungsmethoden, aber auch Schadensvorbeugung und Schadenssanierung werden von den Autoren aufgegriffen.
Das Buch ist eine thematisch allumfassende Wissensquelle in Wort und Bild. Mit der zweiten Auflage dieses konsequent fortgeführten Fachbuchs liegt ein in jeder Hinsicht gewichtiges Gesamtwerk vor, das mich schon in der ersten Auflage inhaltlich und didaktisch vollumfänglich überzeugte. Es eignet sich für alle Berufsgruppen, die sich mit dem Thema Holzschutz befassen: Dem „young professional“ bietet es einen fundierten Einstieg in die Gesamtthematik. Dem „professional“ dient es einerseits der Auffrischung und Vertiefung, andererseits auch der Gewinnung neuer Kenntnisse.
Die Erwartungshaltung an die Autoren hinsichtlich der Pflege und Fortführung dieses Werks darf man wohl als sehr hoch betrachten. Sie seien darin ermutigt dem zu entsprechen.
Autor: Karl O. Gerlach
Sachverständiger für Hochbau (Schäden, Mängel) und Immobilienwertermittlung, Dozent in der Fortbildung von planenden und ausführenden Baufachleuten des Hochbaus sowie im Schnittstellenbereich Bautechnik für Juristen, Heinsberg (Rhld.)
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