Der hohe Vorfertigungsgrad ermöglicht die schnelle Montage der Elemente und verkürzt damit die gesamte Bauzeit auf der Baustelle signifikant. (Quelle: Brüninghoff)

Bauwerkserhaltung

8. December 2022 | Teilen auf:

Brüninghoff optimiert Herstellung von Holz-Beton-Verbunddecken

Brüninghoff hat den Herstellungsprozess der Elemente für seine Holz-Beton-Verbunddecken (HBV-Decken) verbessert und intensiviert den Vertrieb für den Bauteilmarkt. Darüber hinaus werden die Produktionskapazitäten am Standort in Heiden ausgebaut.

Brüninghoff setzt bei der Verbindung der beiden Materialien auf Schubkerven. Diese sind nach Angaben des Herstellers statisch sehr leistungsfähig – und ermöglichten zudem eine rationelle und damit schnellere und wirtschaftlichere Fertigung. Auch eigne sich die Verbindungsart besonders für die Herstellung von Vollfertigteilen aus Holz und Beton. Die serielle Fertigung – mit sehr hohem Vorfertigungsgrad – ermögliche darüber hinaus schnellere Renditen für Investoren. Denn die Bauzeiten auf der Baustelle werden signifikant verkürzt.

Klimaschonendere Betonrezeptur

In der Herstellung der Holz-Beton-Verbunddecken setzt Brüninghoff auf CEM III. Bei dieser Zementart wird ein Teil des besonders klimaschädlichen Zementklinkers durch Hüttensand ersetzt. Durch den Wechsel von CEM I zu CEM III lassen sich die Kohlenstoffdioxid-Emissionen pro Kubikmeter Beton deutlich reduzieren. Diese Zementart führt zu hellerem Beton und stellt zugleich eine Herausforderung in der Fertigteilherstellung dar, da im Fertigteilwerk besondere Anforderungen an die Frühfestigkeit gestellt werden. Um diese zu optimieren, stellte Brüninghoff daher die Betonrezeptur um. Im Zuge dessen wurde auch der Zementeinsatz je Kubikmeter Beton reduziert, wodurch sich ebenfalls positive Auswirkungen auf die gesamte Ökobilanz des Bauteils erzielen lassen.

Brüninghoff hat auch eine mögliche Rückbaubarkeit der HBV-Decken im Blick. So arbeitet der Hersteller daran, eine sortenreine Trennung der Materialkombination nach der Nutzungsdauer zu ermöglichen. So soll eine Rückführung der Bauteile beziehungsweise Materialien in den Kreislauf ermöglicht werden, um so der Ressourcenknappheit entgegenzuwirken. Weitere Informationen >>>

zuletzt editiert am 08.12.2022