Arbeiter beim Auftragen des Sanierungssystems
Beim Infiltrieren umschließt der Hochleistungsinfiltriermörtel die einzelnen Fasern und bildet eine kompakte, geschlossene und kraftschlüssige Fläche. (Quelle: quick-mix)

Bauwerkserhaltung 2022-01-26T09:09:24.925Z Bodensanierung: „Fugenlose Turbo-Sanierung“

Quick-mix, eine Marke der Sievert SE, hat ein neues System für die Sanierung von alten Böden entwickelt: Der Clou von „Industrieboden Stahl“ (kurz: „IB Stahl“) ist eine kraftschlüssige Verbindung aus einem Teppich von losen Stahldrahtfasern mit einem Hochleistungsinfiltriermörtel. In Kombination mit entsprechenden Oberbelägen werden alle tragfähigen Böden fugenlos ertüchtigt.

„Der ,IB Stahl‘ lässt sich auf jeden tragfähigen Untergrund applizieren, selbst wenn er Risse, Fugen, Ausbrüche oder sonstige Schadstellen hat. Statt Rückbau oder Löcher stopfen ist eine fugenlose Turbo-Sanierung angesagt“, sagt Martin Sassning, Produktmanager der Sievert SE. Dabei sei es egal, ob Schotter, Pflasterflächen, Asphalt oder Beton: Der alte Boden könne bleiben. Das neue System mache ihn wieder flott und gleichzeitig hochbelastbar. Und es hat einen speziellen Vorteil: Bestehende Fugen müssen nicht übernommen, sondern können mit IB Stahl einfach überarbeitet werden.

Dass „IB-Stahl“ so widerstandsfähig und belastbar ist, liegt an dem hohen Anteil an Stahldrahtfasern. Mit ungefähr 800 Kilogramm pro Quadratmeter sei er etwa 30-mal höher als bei einem herkömmlichen Stahlfaserbeton, so Sassning. „Der hält selbst Schwerlastfahrzeuge aus.“ Neben den Stahldrahtfasern „IB-SDF“ und dem Hochleistungsinfiltriermörtel „IB-HIM“ beinhaltet das System drei Komponenten von Strasser, der Marke von Sievert für das Verlegen von Fliesen-, Platten- und Naturwerksteinbelägen: einen Epoxidharzschutzanstrich als Grundierung, einen GQS Quarzsand und die sechs bis acht Millimeter starke Nutzschicht aus der hochfließfähigen Ausgleichsmasse „IB 20“ bei. Diese verfügt über Strassers Safetec-Technologie. Die hat den Vorteil, dass ein zeitaufwändiges manuelles Entlüften der Bodenausgleichsmasse mittel Stachelrolle entfällt, denn dank der Bindemitteltechnologie auf Silikatbasis entlüftet sich die Ausgleichsmasse selbst.

In diesen drei Schritten geht es zum fugenlosen Boden: In Phase 1 werden kraftschlüssige Verbindungsanker gesetzt, um ein Aufschüsseln der Fläche zu vermeiden. Dann werden die Stahldrahtfasern eingebracht. Phase 2 beginnt mit dem Infiltrieren der Stahldrahtfasern mit dem Mörtel. Der umschließt dabei die einzelnen Fasern und bildet eine kompakte, geschlossene und vor allem kraftschlüssige Schicht. Bereits nach einem Tag kann die Fläche weiterverarbeitet werden. Nach dem Aushärten werden herausstehende Fasern einfach abgeschliffen. Die Endbehandlungsphase 3 beginnt mit dem zweilagigen Auftrag der Epoxidharz-Schutzgrundierung. Für eine bessere Griffigkeit wird hier der Quarzsand eingestreut. Lose Sandfraktionen können anschließend einfach abgesaugt werden. Anschließend folgt die Endbeschichtung „IB 20“.

Das neue System kann Projekte erheblich beschleunigen: Neben der schnellen Anwendung entfältt ein möglicherweise ansonsten nötiger Rückbau komplett. „Kein Rückbau bedeutet aber auch: Keine Kosten dafür, kein Lärm, keine Staubentwicklung und natürlich auch keine Entsorgung“, so Sassning. „Weil der alte Boden erhalten bleibt, erfolgt die Ertüchtigung besonders nachhaltig, denn es wird natürlich deutlich weniger Material verbraucht als bei einer herkömmlichen Sanierung mit Rückbau.“ Weitere Informationen unter: www.quick-mix.de .

zuletzt editiert am 27. Januar 2022