Beim Ausbau der Kölner RTL-Studios setzte man eine Bodendämmung aus einer PU-gebundenen Gummifaserbahn mit dauerelastischem Material ein. Sie sorgt für die Minimierung des Körper- und Luftschalls.
Als sich die Köln-Messe 2005 aus den alten Messehallen in moderne neue Gebäude zurückzog, griff RTL, Europas größter kommerzieller Fernsehsender, zu und ließ das denkmalgeschützte Gebäudeensemble am Rheinufer zu seinem neuen Sendezentrum umbauen. Der 80 m hohe Messeturm und die Messehallen, beide mit vorgehängter Backsteinfassade, wurden fast völlig entkernt und zu Deutschlands größtem Bürogebäude umgebaut. Auf einer Bruttogeschossfläche von 160.000 m² arbeiten hier heute rund 2.000 Mitarbeiter der Mediengruppe RTL, Vox, SuperRTL und NTV sowie die Mitarbeiter des Talanx Konzerns.
Außer einem hochmodernen Verwaltungskomplex entstand in den Räumen auch das neue Sendezentrum der Mediengruppe. Die gesamte Technik wurde im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss installiert, ebenso die Studios, die sich im Westteil des Gebäudes über mehrere Stockwerke ausdehnen. Aufgrund der Gebäudestruktur und -nutzung waren bei der Planung die schalltechnischen Anforderungen von rund 17.000 m² Produktionsfläche (Studios, MAZ, Regie, Redaktionen, Service) gesondert zu betrachten. Im Fokus standen dabei die beiden Studios mit einer Größe von 250 m² bzw. 440 m² sowie die Sprecherkabinen, die als schallisolierte Räume ausgeführt werden mussten.
Im Decken- und Wandbereich sorgen entkoppelnde Bekleidungen, Absorber usw. für den nötigen Schallschutz und eine gute Akustik. Für den Fußbodenaufbau wurde von BSW in Zusammenarbeit mit den Fachplanern eine schwingungstechnische Lösung zur Minimierung des Körper- bzw. Luftschalls erarbeitet. Zum Einsatz kam der Estrichdämmstoff Regupol BA, eine PU-gebundene Gummifaserbahn zur Trittschallminderung mit bauaufsichtlicher Zulassung.
