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Das Deutsche Museum in München lockt jährlich 1,4 Mio. Besucher in seine Ausstellungen. Es wurde 1925 erbaut und erstmals 2009/10 saniert. Entsprechend groß waren die Schäden, die zu beseitigen waren. (Abb.: Deutsches Museum)

Betoninstandsetzung 2013-02-22T00:00:00Z Betoninstandsetzung am Deutschen Museum

Das Deutsche Museum in München, das die größte naturwissenschaftlich-technische Sammlung der Welt beherbergt, wurde umfassend saniert und dabei auch die Fassade aus bewehrtem Stampfbeton instand gesetzt. Belange des Denkmalschutzes waren zu berücksichtigen.

Das Deutsche Museum in München beherbergt die größte naturwissenschaftlich-technische Sammlung der Welt. Nach circa 85 Jahren Standzeit ohne nennenswerte Instandsetzungen war die Eisenbeton-Fassade des Museums nicht nur von den Abgasen einer Großstadt geschwärzt, sondern wies auch zahlreiche alarmierende Schäden auf. Als im Rahmen des Konjunkturpakets II Mittel zur Verfügung standen, wurde daher von 2009 bis 2010 für 400 Mio. Euro eine umfassende Sanierung durchgeführt. Auch die Gebäudehülle wurde unter Beachtung der Belange des Denkmalschutzes einbezogen.

Betonersatz war dem Bestand anzupassen

Die Fassade aus bewehrtem Stampfbeton ist an der Oberfläche fast generell in vertikaler Richtung scharriert. Um die Kanten optisch zu akzentuieren, wechselt die Richtung der Scharrierung hier um 90 Grad ins Horizontale.

Die Betonoberflächen waren rau, unterschiedlich stark abgewittert und zeigten im Bereich der Vorsprünge helle Waschfahnen. Alle Elemente wiesen eine Vielzahl an Schäden auf, zum Beispiel Hohlstellen und Betonabplatzungen mit und ohne freiliegende korrodierte Bewehrungseisen. Außerdem waren zahlreiche Risse vorhanden.

Entsprechend der DAfStb-Richtlinie von 2001 und der DIN EN 1504 erfolgte die Sanierung auf Grundlage eines Instandsetzungsplans. Vorangegangen war eine sorgfältige Bauwerksuntersuchung mit Kartierung aller Betonschäden in den Bereichen Nordwest-Trakt, West-Treppenhaus, West-Trakt, westliche Tordurchfahrt, Verbindungsbau zur Autohalle West und Süd-Trakt.

Alle Instandsetzungsarbeiten waren unter der Aufsicht eines Diplom-Restaurators auszuführen. Vorgabe war, die Oberfläche und Struktur der Eisenbetonfassade zu erhalten und die Sanierungsstellen in Farbigkeit und Struktur dem Bestand anzupassen. Die besondere Schwierigkeit bestand dabei in der Oberflächenangleichung. Jeder Fassadenabschnitt unterschied sich im Bestand durch eine variierende Struktur, Farbigkeit und Kornzusammensetzung.

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zuletzt editiert am 09. April 2021
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