Ein Merkblatt zur Schnittstelle Bauwerksabdichtung und Baukörperanschluss bodentiefer Elemente mit Anforderungen an die Planung und Ausführung.
Das neue Merkblatt ist ein erster Schritt, die Regelungslücken zwischen den verschiedenen Gewerken bei der Bauwerksabdichtung bodentiefer Elemente zu schließen. (Quelle: ift Rosenheim)

Bauwerksabdichtung 2026-02-11T11:27:00Z Bauwerksabdichtung bodentiefer Elemente

2025 wurde das gewerkeübergreifende Merkblatt „Schnittstelle Bauwerksabdichtung – Baukörperanschluss bodentiefer Elemente“ nach mehrjähriger Arbeitskreisarbeit inhaltlich fertiggestellt und ist nun erhältlich. Das Ergebnis stellt nun eine erste Basis dar, die interdisziplinären Regelungslücken dieser Schnittstelle zu schließen.

Moderne Gebäude sind energieeffizient, technisch anspruchsvoll und zeichnen sich durch Bauelemente mit großem Glasanteil aus – gerne auch als bodentiefe und barrierefreie Tür- und Fensterelemente. Dabei wird die Abdichtung gerade im Bodenbereich immer schwieriger, weil hier durch anstehendes Wasser die Belastung am größten und die Schnittstelle zur Bauwerksabdichtung nach den geltenden Normen und Fachregeln komplex ist. Um diese kritische Gewerke-Schnittstelle besser zu managen als in der Vergangenheit, haben alle beteiligten Verbände unter Federführung des ift Rosenheim gemeinsam das Merkblatt MO-05/1 „Schnittstelle Bauwerksabdichtung – Baukörperanschluss bodentiefer Elemente; Anforderungen an die Planung und Ausführung“ erstellt. 

Ziel: Bessere Abstimmung zwischen den Gewerken 

Diagramm zur Bauwerksabdichtung mit Fokus auf den Übergangsbereich zwischen Baukörperanschluss, Schnittstelle und Bauwerksabdichtung.
Gewerke- und schnittstellenspezifische Dichtheitsanforderungen und maximale Wasseranstauhöhe (max. WAH) an einem bodentiefen Türelement mit niveaugleicher Schwelle (Quelle: ift Rosenheim)

Das Merkblatt soll zukünftig unterstützen, die Schnittstelle zwischen bodentiefen Fenster- und Türelementen und der Bauwerks-, Dach- oder Terrassenabdichtung aufeinander abzustimmen, sodass eine fachgerechte Planung und Ausführung aller beteiligten Gewerke möglich wird. Im Bereich von Vorhangfassaden können die Hinweise sinngemäß übertragen werden. Zahlreiche und umfangreiche Beispiele sowie Abbildungen, Tabellen und normative Hinweise unterstützen die tägliche Praxis von Herstellern, Montagebetrieben, Zulieferern und Planern. Es kann auf der Website des ift Rosenheim  bezogen werden. 

In der Ausgabe 1/2026 von B+B Bauen im Bestand finden Abonnenten einen ausführlichen Artikel über das neue Merkblatt. Der Autor, Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Jehl, ist im ift Rosenheim als Produktmanager für den Bereich äußere Abschlüsse, Materialien für den Baukörperanschluss sowie geklebte Verglasungen tätig. Als Hauptverfasser des Montageleitfadens und diverser Richtlinien sowie als langjähriger Gutachter gilt er als führender Experte auf diesem Gebiet. Zu unseren Abonnements geht es hier .

zuletzt editiert am 12. Februar 2026