Die Firma Höhenwerkstatt, Anbieter von alpintechnischen Leistungen, hat einen schwebenden Arbeitsballon entwickelt, mit dem sich Arbeiten in besonderen Höhen ausführen lassen. Den „Aerobotics“- Ballon gibt es als bemannte und unbemannte Version. Beide eignen sich insbesondere zur Bauwerksdiagnostik und für Arbeiten zur Bauwerkserhaltung an schwer zugänglichen Stellen. Das sind zum Beispiel Deckenunterseiten, hochgelegene Stellen an Wänden oder Bereiche, die sich über Vorsprüngen oder ähnlichen Hindernissen befinden.
Im Gegensatz zur Arbeit mit Hebebühnen oder Gerüsten können die Ballons auch bei empfindlichen Böden eingesetzt werden. Dazu hat das Unternehmen für die bemannte Version ein Bodenfahrzeug entwickelt, das den heliumgefüllten Ballon hält. Es passt laut Herstellerangabe durch jede Tür. Beim Einsatz des Ballons wird seine Position durch einen Steuermann und einen Koordinator am Fahrzeug bestimmt. Im Ballon befindet sich ein Pilot, der die Arbeiten am Bauwerk übernimmt. Mittels Funkkontakt und Kamera werden Position und Sicherheit des Piloten ständig überwacht.
Der unbemannte Roboterballon ist dagegen mit einem Roboterarm ausgestattet, der Vermessungen und Bauwerksanalysen durchführen kann. Dazu kann er mit verschidenen Analyseinstrumenten ausgestattet werden. Der Arm kann mit einen Wirkungskreis von bis zu drei Metern auch hinter Objekten arbeiten.
Einen Film zum Roboterballon gibt es hier.
Nach Angabe der Entwickler ist das Verfahren auch aufgrund einer geringen Rüstzeit von zwei Stunden günstiger als vergleichbare Verfahren mit Hub- oder Hängebühnen sowie Gerüsten.
