Erste ECO EPDS verliehen
Die erste ECO-EPD wurde an die Firma Uzin Utz verliehen. Eva-Maria Haser – Fachspezialistin für Nachhaltigkeit nahm die Urkunde in Empfang. (Abb.: IBU; Institut für Bauen und Umwelt e.V.)

Bauwerkserhaltung 2014-11-28T00:00:00Z Bauprodukte vergleichbar deklarieren

Europäische Produkte sollten in Bezug auf ihre Umweltauswirkungen einheitlich gekennzeichnet werden. Diesem Ziel ist die ECO Platform einen Schritt näher gekommen. Zu ihrer ersten offiziellen Jahrestagung am 16. Oktober 2014 in Brüssel wurde die Markteinführung einer neuen Europäischen Umwelt-Produktdeklaration (EPD) bekannt gegeben.

Die ECO Platform ist die Dachorganisation der verschiedenen nationalen EPD-Programmhalter in Europa und setzt sich für die Schaffung eines europäischen Kern-EPD-Systems auf Basis der europäischen Norm EN 15804 ein.

Durch dieses Kennzeichen soll die Einhaltung der von der ECO Platform entwickelten Mindestanforderungen in Bezug auf das Qualitätsmanagement und das Verifizierungsverfahren durch die verschiedenen Programmhalter nach außen hin sichtbar werden. EPDs, die das ECO-Platform-EPD-Kennzeichen tragen, stehen aktuell für eine bestmögliche Vergleichbarkeit im Sinne einer abgestimmten europäischen Lösung. Diese Mindeststandards, zu deren Anwendung sich die an der ECO Platform beteiligten Programme verpflichten, stellen die Grundvoraussetzung für eine spätere länderübergreifende Anerkennung von EPDs in Europa dar. Lösungsansätze hierzu werden von der ECO Platform derzeit entwickelt und sollen bis zum Ende des kommenden Jahres vorliegen.

Erste ECO-EPDs vergeben

Im Zuge der Bekanntgabe zur Einführung des neuen EPD-Kennzeichens wurden bereits die ersten ECO-EPDs an Herstellerfirmen und Verbände in den verschiedenen Programmen verliehen. Dazu gehören auch mehrere Mitglieder des Institut Bauen und Umwelt e.V.: der GDA – Gesamtverband der Aluminiumindustrie; der europäische Verband für im Metallleichtbau gefertigte Sandwichelemente und Profiltafeln (European Association for Panels and Profiles); Knauf Insulation; Uzin Utz; Vector Foiltec; Rheinzink; die Deutsche Rockwool sowie der europäische PVC-Fenster Herstellerverband EPPA und der Qualitätsverband Kunststofferzeugnisse.

Die Initiative der ECO Platform, die Grundlagen für eine länderübergreifende Anerkennung zu schaffen, findet in der Industrie einen großen Zuspruch. Sie trägt unter anderem dazu bei, Handelsbarrieren abzubauen. Eva-Maria Haser, Fachspezialistin für Nachhaltigkeit der Uzin Utz AG, meint: „Wir erstellen unsere EPDs unternehmensintern und zentral in Deutschland über das Institut für Bauen und Umwelt. Unsere europäischen Tochtergesellschaften fragen immer häufiger nach länderspezifischen EPDs. Diese für jedes Produkt zu erstellen, ist allerdings mit hohem Aufwand und Kosten verbunden. Daher setzen wir auf die ECO-Platform und hoffen, dass diese weiter an Bedeutung gewinnt und unsere EPDs über Landesgrenzen hinaus anerkannt werden. Wünschenswert für die Zukunft wären natürlich europaweit einheitliche und vergleichbare EPDs. Wir sehen die ECO-Plattform hierzu als ersten wichtigen Schritt.“

Zu den Gründungsmitgliedern der ECO Platform zählt neben dem Institut Bauen und Umwelt e.V. als Programmhalter in Deutschland auch der Europäische Baustoffverband Construction Products Europe.

Alle ECO-EPDs der verschiedenen Programme werden künftig zentral auf der Website der ECO Platform registriert.

Weitere Informationen: www.eco-platform.org ; www.bau-umwelt.com

zuletzt editiert am 09. April 2021
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