Handwerker posieren auf großen gelben Buchstaben "BAU" auf einer Messe.
Der schwierigen konjunkturellen Lage zum Trotz erwies sich die BAU auch in diesem Jahr als Magnet für die gesamte Branche. (Quelle: Messe München GmbH)

Bauwerkserhaltung 2025-01-22T11:15:08.658Z BAU 2025: Mit Optimismus in die Zukunft

In dieser wirtschaftlich herausfordernden Zeit zeigte die BAU, dass es Anlass zu Optimismus gibt: Über 180.000 Besucherinnen und Besucher, ein komplett ausgebuchtes Gelände und positive Reaktionen von allen Seiten.

Trotz Verkürzung um einen Messetag lagen die Besucherzahlen nur geringfügig unter denen von 2023 (190.000). Und auf dem komplett ausgebuchten Gelände der Messe München informierten 2.230 Aussteller (2023: 2.260) aus 58 Ländern (2023: 49 Länder) über Neuheiten und Trends. „Die Erwartungen für die BAU 2025 waren zu Beginn wegen des konjunkturellen Umfeldes gedämpft. Die Resonanz der BAU bei Ausstellern und Besuchern ist aber eindeutig positiv. Die BAU gibt gerade in dieser Zeit Mut und Zuversicht“, bilanzierte Messe München Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer die BAU 2025. 

Dieter Schäfer, Fachbeiratsvorsitzender der BAU, zieht ebenfalls ein positives Fazit: „Die BAU 2025 war ein starkes Zeichen für die Bauwirtschaft. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen zeigt die Branche mit Innovation, Veränderung und Tatkraft ihre Zukunftsfähigkeit. Die Messe setzt neue Impulse und stärkt den Austausch, der für nachhaltiges Wachstum und Fortschritt entscheidend ist. Gemeinsam gestalten wir die Bauwelt von morgen.“ 

Wegweisende Impulse für die Zukunft des Bauens 

Mit den Leitthemen Transformation, Zukunft des Wohnens sowie Ressourcen- und Klimaschutz habe die BAU wegweisende Impulse für die Zukunft des Bauens gesetzt, resümierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB). „Sie bleibt die unverzichtbare Plattform, auf der Hersteller, Planer und die Bauwirtschaft gemeinsam den Fortschritt vorantreiben.“ 

Im Mittelpunkt der BAU 2025 standen die Leitthemen „resilientes, klimagerechtes Bauen“, „Transformation Stadt/Land/Quartier“, „Ressourceneffizienz“, „modular, seriell, produktiv“ sowie „wirtschaftlich Bauen“. Damit, so Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, habe die BAU gezeigt, „dass Nachhaltigkeit nicht mehr nur ein Ziel, sondern eine zentrale Leitlinie für unser Handeln ist. Von innovativen Baustoffen über digitale Planungsprozesse bis hin zu integrativen Ansätzen für den urbanen Raum – die Vielfalt und Qualität der präsentierten Ansätze ist beeindruckend und muss angesichts ihrer gesellschaftsgestaltenden Relevanz auch weiterhin eine starke bundespolitische Unterstützung erfahren.“ 

Anteil internationaler Aussteller über 50 Prozent 

Zum ersten Mal in der über 60-jährigen Geschichte lag der Anteil internationaler Unternehmen bei mehr als der Hälfte. 52 Prozent der insgesamt 2.230 Aussteller haben ihren Firmensitz außerhalb Deutschlands. Dabei waren neben der Bundesrepublik folgende Nationen am stärksten auf der BAU 2025 vertreten: Italien, China, Türkei, Österreich, Polen, Belgien, Schweiz, Spanien, Niederlande und Griechenland. 

Auch auf Besucherseite setzte sich dieser Trend fort: 2023 kamen 40 Prozent der Besucherinnen und Besucher nicht aus Deutschland. In diesem Jahr waren es 44 Prozent. Zu den Top-Besucherländern zählten: Österreich, Italien, Schweiz, Polen, Türkei, Rumänien, China, Tschechien, Spanien und Kroatien. 

Aussteller und Besucher vergeben Bestnoten 

In der Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Gelszus schnitt die BAU hervorragend ab: 95 Prozent der Aussteller bewerteten die Messe mit ausgezeichnet bis gut. Ihr Leitmessecharakter wird von 91 Prozent anerkannt. 94 Prozent der Aussteller erteilten Bestnoten für die Qualität, 91 Prozent für die Internationalität der Besucher. Auch die Besucher:innen gaben der BAU 2025 erneut Bestnoten. So bewerteten 97 Prozent der Befragten die BAU mit ausgezeichnet bis gut. Wie groß die Zufriedenheit bei den ausstellenden Unternehmen war, illustriert die Stellungnahme von Martin J. Hörmann, persönlich haftender Gesellschafter der Hörmann Gruppe, einem führenden Anbieter von Tore und Türen: „Wir sind äußerst zufrieden mit dem Messeverlauf. Angesichts der allgemeinen Lage der Baubranche hatten wir uns zuvor gefragt, was dies für die BAU 2025 bedeuten würde. Doch wir wurden positiv überrascht: Die Treffen und die persönlichen Gespräche auf der Messe haben uns gezeigt, wieviel Energie und Zuversicht vorhanden sind. Das nehmen wir als wichtigen Impuls mit.“ 

Die Botschaften der fünf Leitthemen waren nicht nur im Ausstellungsbereich, sondern darüber hinaus in den Fachforen sowie in den Sonderschauen allgegenwärtig. Zudem zeigte sich die Innovationskraft der Baubranche auch in den Preisverleihungen. Wettbewerbe wie „Auf IT gebaut – Bauberufe mit Zukunft“ sowie der Balthasar-Neumann-Preis und der BAKA-Award prämierten ihre Sieger in München.  

Die nächste BAU findet von 11. bis 15. Januar 2027 in München statt. Bereits 2026 (24. bis 26. März) präsentiert die digitalBAU in Köln Lösungen und Produkte aus dem Bereich Bausoftware. Weitere Informationen >>>

zuletzt editiert am 22. Januar 2025
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