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Dieser Balkenkopf ist durch Feuchtigkeit oder Schädlinge geschwächt. (Alle Abb.: Heco Schrauben)

Holzschutz 2013-02-21T00:00:00Z Balkenkopfsanierung mit Doppelgewindeschrauben

Bei der Modernisierung alter Gebäude sind geschädigte Dach- und Decken-balken keine Seltenheit. Besonders im Auflager können über die Jahre feuchtes Mauerwerk, Schädlinge oder Pilze dem Balken schwer zusetzen und seine Tragfähigkeit beeinträchtigen. Mit einer Balkenkopfsanierung lassen sich diese Schäden beseitigen.

Das Anschrauben seitlicher Holzlaschen ist dabei eine leicht anzubringende, sofort tragfähige und daher bei Zimmerern geschätzte Lösung. Zur Befestigung werden entweder Nägel oder Stab- und Einpressdübel beziehungsweise Teil- und Vollgewindeschrauben verwendet. Im nachfolgenden Praxistipp wird die Balkenkopfsanierung mit der Doppelgewindeschraube Heco-Topix-CC vorgestellt.

Schritt 1 Bestandsaufnahme

Die Sanierung beginnt zunächst mit der Bestandsaufnahme auf der Baustelle. Dort werden alle Belastungswerte ermittelt, um auf dieser Basis den Umfang der Instandsetzung zu planen. Die Werte für die Belastung richten sich nach der Nutzung des Gebäudes und werden von der DIN 1055-3 Lastannahmen für Bauten geregelt.

Schritt 2 Planung und Bemessung

Nach dem Aufmaß wird der Einbau vorab softwaregestützt berechnet. Eine präzise Planung vermeidet spätere Montagefehler und liefert die beste Lösung für die Sanierung, sowohl unter arbeitstechnischen als auch wirtschaftlichen Aspekten. Bemessungsprogramme wie die "HCS 3.0" von HECO liefern in drei Schritten alle wichtigen Daten zu Querschnitt und Art der benötigten Hölzer, den möglichen Lasten sowie zur Vermaßung. Auch über die Verschraubungsart gibt das Programm Auskunft, etwa ob sich in der gegebenen Sanierungssituation die kreuzweise oder winkelrechte Verschraubung anbietet. Angaben zu Schrauben-durchmesser, -länge und -zahl liefern dem Zimmerer eine Entscheidungshilfe, die er gleichzeitig als prüffähige Statikplanung oder als Kalkulations-grundlage führen kann.

Schritt 3 Vorbereitung

Auf der Baustelle wird zunächst der sanierungsbedürftige Balken abgestützt und gesichert. Danach kann er von seinen schadhaften Stellen befreit werden, indem man ihn entweder unter Berücksichtigung des Mindestquerschnitts abbeilt oder ausreichend absägt. Daraufhin muss die Schadensursache behoben werden. Je nach Situation säubert man hierfür die Auflagertasche und legt das Mauerwerk trocken oder behandelt das umliegende Gebälk mit Holzschutzmitteln. Dabei sollte auch an weiterführende Schutzmaßnahmen, wie etwa eine Feuchtigkeitssperre oder andere wirksame Vorkehrungen gedacht werden.

Schritt 4 Einbau der Holzlaschen

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Die Schrauben werden kreuzweise im 45°-Winkel unter Berücksichtigung der vorgegebenen Rand- und Achsabstände eingedreht. Eine Einschraubhilfe gewährleistet den richtigen Winkel.

Nach der Ursachenbehebung werden die zugeschnittenen Holzlaschen im Auflager eingesetzt. Dann beginnt die Verschraubung der Beileger gemäß der Berechnungsvorlage. Im vorliegenden Beispiel werden die Schrauben kreuzweise im 45°-Winkel unter Berücksichtigung der vorgegebenen Rand- und Achsabstände eingedreht. Eine Ein¬schraubhilfe gewährleistet dabei den richtigen Winkel.

Da die "Heco-Topix-CC" über zwei Gewinde unterschiedlicher Steigung verfügt, zieht sie die Holzlaschen an den Balken heran, so dass ohne zusätzliche Montagehilfe wie etwa Schraubzwingen eine sichere und kraftschlüssige Verbindung entsteht. Mit dieser Lösung werden die beiden Holzlaschen auch in beengten oder schwer zugänglichen Montagesituationen zügig nacheinander verschraubt.

Sobald der Einbau beendet ist, kann die Stütze zurückgedreht werden. Die Laschen liegen nun im Auflager auf und nehmen stellvertretend für den schadhaften Balkenkopf die Lasten zuverlässig auf.

www.heco-schrauben.de

zuletzt editiert am 09. April 2021
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