Auf dem B+B DIALOG Innendämmung am 13. Februar 2014 in Köln wird ein Thema sein, wie bei einem Kondensat tolerierenden Innendämmsystem die Funktionstüchtigkeit des Systems in einem konkreten Anwendungsfall nachgewiesen werden kann, wenn der zusätzlich eingebrachte Wärmedurchlasswiderstand die Grenze von ∆Ri < 1,0 m²/KW übersteigt.
Denn das übliche Glaserverfahren scheidet bei dieser Art von Innendämmsystemen aus. Denn ein kapillaraktives, kondensattolerierendes Innendämmsystem lässt die Bildung von Tauwasser innerhalb des Systems ausdrücklich zu. Der Nachweis mittels eines lediglich die Wasserdampfdiffusion berücksichtigenden Verfahrens wie dem Glaserverfahren muss zwangsläufig zu einer fehlerhaften Aussage führen.
Als Verfahren bietet sich dagegen eine hydrothermische Simulation an, die den gekoppelten Feuchte- und Wärmetransport durch das Bauteil numerisch nachbildet. Jedoch sind für die Auswertung und Beurteilung eines Innendämmsystems nach diesem Verfahren noch keinerlei Richtlinien vorhanden. Je nach Auffassung des durchführenden Sachverständigen kann daher dasselbe Projekt durchaus unterschiedlich beurteilt werden. Eine Vergleichbarkeit verschiedener Berechnungen ist so nicht gegeben.
Der Entwurf des Merkblatt 6-5 der WTA „Innendämmung nach WTA II: Nachweis von Innendämmsystemen mittels numerischer Berechnungsverfahren“ werden Randbedingungen für die Durchführung der Berechnungen und Kriterien für die Beurteilung der Simulationsergebnisse formuliert. Ziel ist es eine sichere Anwendung der Simulationswerkzeuge bei der Bemessung von Innendämmungen zu ermöglichen. Auf dem B+B DIALOG Innendämmung wird Dr.-Ing. Dipl.-Phys. Anatol Worch, Materialprüfanstalt (MPA) für das Bauwesen, Technische Universität Braunschweig, iBMB – Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz, in seinem Vortrag „Aktueller Stand der Technik – Richtlinien und Systeme zur Innendämmung“ unter anderem dieses Verfahren an Beispielen näher erläutern.

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