Hochhausbaustelle mit zwei Kranen
Insbesondere im Hochbau des Bauhauptgewerbes ergeben sich zahlreiche Ressourceneffizienzpotenziale, die es sukzessive zu heben gilt. (Quelle: PantherMedia/silverjohn)

Nachhaltigkeit 2024-04-11T10:17:07.220Z Auf Ressourceneffizienz bauen

Wie KMU des Bauhauptgewerbes schonender mit natürlichen Ressourcen umgehen könnten und welche Potenziale sich speziell im Hochbau daraus ergeben, will eine Kurzanalyse „Ressourceneffizienzpotenziale des Bauhauptgewerbes im Hochbau“ des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) zeigen.

Für die Bauwirtschaft gewinnt ein effizienter und schonender Umgang mit limitierten Ressourcen zunehmend an Bedeutung. Denn die Art und Weise, wie gebaut wird, hat entscheidenden Einfluss auf den Ressourcenverbrauch – und der ist im Bauwesen besonders hoch. Nicht zuletzt aus diesem Grund kommt der Baubranche bei der Umsetzung von Ressourceneffizienz eine entscheidende Schlüsselrolle zu. 

Derzeit ist es noch die Gebäudebetriebsphase, die für einen hohen Anteil der Ressourceninanspruchnahme von Gebäuden verantwortlich ist. Doch gesetzliche Vorgaben zur Steigerung der Energieeffizienz in der Nutzungsphase sowie die steigende Zahl von Niedrig- und Nullenergiehäusern sorgen dafür, dass die Errichtungsphase von Gebäuden immer weiter in den Fokus rückt. Schließlich ergeben sich auch im Zuge der Bauausführung zahlreiche Möglichkeiten zur Einsparung wertvoller Ressourcen. Hier setzt die Kurzanalyse „Ressourceneffizienzpotenziale des Bauhauptgewerbes im Hochbau“ des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) an. Sie wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) erarbeitet. 

Einblicke geben und Möglichkeiten zeigen 

Um KMU des Bauhauptgewerbes die zahlreichen Möglichkeiten zur Ressourceneinsparung zu zeigen und sie dazu zu ermutigen, langfristig zur Ressourcenschonung beizutragen, beginnt die Kurzanalyse zunächst mit einer Analyse zu den Ressourcenverbräuchen im Bauhauptgewerbe. Im Anschluss beleuchtet sie die vielfältigen Ressourceneffizienzpotenziale, die sich beim Errichten von Gebäuden ergeben. Hierzu zählen beispielsweise die kreislaufgerechte Bauausführung, die Optimierung der Baulogistik oder die Einsparung von Wasser. Ergänzend werden digitale Methoden und Werkzeuge wie Building Information Modeling (BIM) oder der Einsatz von Augmented Reality (AR) vorgestellt, die ebenso bei der Einsparung von Ressourcen unterstützen können.  

Im Rahmen der Kurzanalyse wird außerdem der zunehmenden Komplexität und Interdisziplinarität der Bauabwicklung Rechnung getragen. So wird erläutert, wie die integrierte Projektabwicklung (IPA) oder das Konzept Lean Construction zur Reduktion von Material- und Energiemengen während der Errichtung eines Gebäudes beitragen können. Die Analyse wird durch die Dokumentation eines Fachgesprächs zum Thema ergänzt. Das Gespräch bot den Rahmen für ein Zusammentreffen von Stakeholdern und Fachleuten der Baubranche und ermöglichte einen praxisnahen Austausch zu Herausforderungen und Chancen von Ressourceneffizienz im Bauhauptgewerbe.  

Die Publikationen, Webtools und Technologiefilme des VDI ZRE zur Bewertung und Darstellung von Ressourceneffizienzpotenzialen werden im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz erstellt. Sie sind auf der Website www.ressource-deutschland.de kostenfrei zugänglich.

zuletzt editiert am 11. April 2024
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