Am 18. Juni 2015 veranstaltet der Gesamtverband Schadstoffsanierung e.V. (GVSS) in Essen eine Fachkonferenz zum Umgang mit asbesthaltigen Spachtelmassen, Putzen und Fliesenklebern. Im Mittelpunkt wird die Vorstellung eines neuen Leitfadens stehen.
In den letzten fünf Jahren wurden bei Bestandsuntersuchungen von Gebäuden vermehrt aller Art bisher unerkannte Asbestanwendungen in Bauprodukten wie Spachtelmassen, Putzen und Fliesenklebern festgestellt. Nach vorsichtigen Schätzungen sind circa ein Viertel aller Gebäude mit einem Baujahr vor 1995 in unterschiedlichem Umfang von dieser Problematik betroffen.
Der "VDI/GVSS-Leitfaden zur Erkundung, Bewertung und Sanierung von asbesthaltigen Putzen, Spachtelmassen und Fliesenklebern in Gebäuden" wird das bestehende baufachliche Regelwerk ergänzen. Für die Erfassung und Bewertung dieser speziellen Asbestanwendungen war es bislang nicht ausgelegt. In die Erstellung des Leitfadens fließen die Ergebnisse einer Fachdiskussion mit Behörden, Fachverbänden der betroffenen Gewerke, Verbänden der Immobilienbranche sowie weiterer Interessensvertretungen ein.
Die Fachkonferenz informiert über den Umgang mit Bestands- und Abbruchgebäuden und geht auf die besonderen Herausforderungen ein, die in der Probenahme und Analyse liegen. Ausgehend von der Gefährdungssituation der Handwerker werden Konsequenzen für das bestehende Regelwerk (unter anderem TRGS 519 und Asbest-Richtlinie) aufgezeigt.
Anhand von Praxisbeispielen zur Erkundung, Bewertung und Sanierung werden die bisherigen Erfahrungen fokussiert zusammengefasst. Eine Podiumsdiskussion bietet dem Publikum zum Abschluss der Fachkonferenz die Möglichkeit des intensiven Erfahrungsaustausches mit allen Referenten.
Einen Flyer mit Programm und die Anmeldung finden Sie auf der Seite des Gesamtverbands Schadstoffsanierung e.V.
Teilnehmer, die sich bis zum 15. Mai 2015 anmelden erhalten einen Frühbucherrabatt.
