Schimmelpilze in Innenräumen werfen bei Wohnungsnutzern und -eigentümern, Sanierern und Juristen unterschiedliche Fragen auf. Am 23. März erläutert die 7. Berliner Schimmelpilzkonferenz auf Basis aktueller Erkenntnisse und Richtlinien, was es bei der Beprobung, Bewertung und Sanierung von Schimmelschäden zu beachten gibt. Wir geben einen Überblick zum Programm.
Zum Auftakt stellt Dr. Heinz-Jörn Moriske vom Umweltbundesamt in Berlin die Rückmeldungen vor, die es als Reaktion auf den von der Behörde neu aufgelegten „Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden“ gegeben hat.
Auf verschiedene Verfahren zur Beprobung von Schimmelschäden geht Dr. Christoph Trautmann von der Umweltmykologie in Berlin ein.
Dr. Axel Tubbe von der GAEA Umweltconsulting gibt einen Überblick über mögliche Sanierungsziele und -Verfahren.
Im Praxisblock berichtet U we Lademan von Pöppinghaus & Wenner in Kerpen über die heutigen Möglichkeiten der Trocknungstechnik, wobei er Beispiele zeigt, die helfen, Probleme und Fehlerquellen zu identifizieren, die in der Folge zu weiteren Schäden führen können. Dr. Mario Blei vom Privatinstitut für Innenraumtoxikologie in Jena stellt ein Schadensbeispiel vor: ein Niedrigenergiehaus, in dem es zu einem Schimmelschaden kam.
Auf bauphysikalische Aspekte der Wohnraumlüftung geht Herbert Gottschalk, Leiter der Bautechnik beim TÜV SÜD Industrie Service ein. Thematisch abgerundet wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Uwe Meiendresch, Vorsitzender Richter am Landgericht Aachen. Er beleuchtet, wann Architekten und Bauunternehmer für Schimmelschäden in Gebäuden haftbar sind.
Schwarze Wohnungen bleiben rätselhaft
Zum Abschluss der 7. Berliner Schimmelpilzkonferenz wirft Martin Wesselmann von der Gebäudediagnostik Wesselmann in Hamburg einen Blick über den Tellerrand, indem er Einblicke in „Fogging“ gibt. Der „schwarze Staub“, der seit etwa 20 Jahren in Wohnungen auftritt, und seine nachhaltige Sanierung werfen immer noch Fragen auf. Wesselmann zeigt neue Strategien zur Ursachenerkundung und Prävention erneuter Ablagerungen.
Alle Informationen und die Anmeldung finden Sie auf der Webseite der Berliner Schimmelpilzkonferenz .
