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Immer öfter ist das Ziel einer Fassaden-Neugestaltung, der Außenhülle eines Bestandsgebäudes ein völlig anderes Aussehen zu geben, so wie bei diesem Haus in Weißenfels. (Abb.: Baumit)

Fassadensanierung 2015-07-03T00:00:00Z Anders aussehen

Die optische Neugestaltung einer Fassade unterliegt bestimmten Bedingungen. Hierzu zählen neben den Vorstellungen des Bauherrn zum Beispiel Nutzungs- und bauliche Änderungen, die Gliederung der Fassade, Denkmalauflagen, Gebäudestile und das bauliche Umfeld. Anhand mehrerer Beispiele wird gezeigt, wie Fassaden unter Berücksichtigung solcher Faktoren neu gestaltet werden können.

Bei der Sanierung von Fassadenflächen steht das bloße „Auffrischen“ des Bestands schon lange nicht mehr an oberster Stelle. Oft wünschen die Bauherren, der Außenhülle ihres bestehenden Gebäudes durch die Gestaltung ein völlig neues Aussehen zu geben.  In diesen Fällen ist mit ihnen zusammen zu entwickeln, wie die Neugestaltung aussehen könnte und welchen Umfang sie haben soll. In einem ersten Schritt müssen hierfür zunächst verschiedene Faktoren geklärt werden, die die Maßnahmen bereits eingrenzen und definieren. Hierzu zählen unter anderem die Randbedingungen: Sind Anbauten geplant? Ändert sich die Nutzung oder Bedeutung des Gebäudes? Soll ein Bereich der Fassade besonders hervorgehoben oder eher zurückgesetzt werden, zum Beispiel durch Neugliederung der Flächen, Farbwechsel, unterschiedliche Strukturen oder Materialien? Eine solche neue Untergliederung kann das Gesamtbild der Fassade völlig verändern und dem Gebäude einen neuen Charakter geben.

Bei einer Neugliederung sind jedoch die Voraussetzungen zu berücksichtigen, die ein Gebäude mitbringt. Bei bestimmten Gebäudetypen und Baustilen sind gewisse Formen und Abtrennungen vorgegeben. Außerdem ist bei denkmalgeschützten Gebäuden (und historisch bedeutsamer Bausubstanz) die Farb- und Materialwahl eingeschränkt. Sie müssen sensibel entsprechend historischen Vorlagen erfolgen und sind mit der Denkmalbehörde abzustimmen. Neben solchen optischen Überlegungen müssen auch technische Aspekte der Sanierung berücksichtigt werden. Eine gleichzeitige energetische Sanierung der Fassade oder ein Fensteraustausch zum Beispiel definieren neue Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung.

Individualität betonen, ohne hervorzustechen

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Ein strahlender, intensiver Gelbfarbton und rote Fensterläden verleihen der Fassade ein ganz neues Gesicht.

Ein Wohnhaus am Lüstfelder Weg in Gerolzhofen wies vor den Sanierungsarbeiten an der Fassadenoberfläche keinerlei Besonderheiten auf. Sein unauffälliger Farbton ließ es schlicht wirken. Ziel des Bauherrn war es, dem Gebäude eine stärkere Individualität zu verleihen, so dass es sich vom Umfeld stärker abhebt, ohne das Gesamtbild des Straßenzuges zu stören. So wurde im Rahmen einer energetischen Sanierung für die Außenwände ein strahlender, intensiver Gelbfarbton gewählt, der dennoch nicht zu stark hervorsticht.  Rote Fensterläden bilden zur Wandfarbe einen schönen Kontrast. So konnte dem Gebäude mit wenigen, unaufwendigen Veränderungen ein neuer Charakter verliehen werden.

Die Umgebung und den Baustil berücksichtigen

Ein Haus mit Ornamenten, das sich in einen alten Stadtkern einfügt, ist wesentlich sensibler zu behandeln als ein alleinstehendes Haus, das keine besonderen Merkmale der Fassadengliederung aufweist. Das Gebäude in der Durlacher Straße in

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Durch die Gestaltungsmaßnahmen werden die Gliederung und der Baustil des Gebäudes unterstrichen. (Abb.: Baumit)


Baustil des Gebäudes unterstrichen.Berlin war vor den Sanierungsarbeiten in einem einheitlichen und grünen Farbton gehalten.  Eine Gliederung der Fassadenfläche war nicht auszumachen. Das Gebäude war in einen Straßenzug eingebunden und trotz seiner exponierten und besonderen Ecklage eher unscheinbar.

Autorin: Susanne Rietzler

Dieser Beitrag ist Teil eines Artikels aus B+B BAUEN IM BESTAND, Ausgabe 4. 2014

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zuletzt editiert am 09. April 2021
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