Ein großer Konferenzraum mit einer Podiumsdiskussion, bei der mehrere Personen auf der Bühne sitzen. Der Raum ist in grünem Licht beleuchtet.
Wie gewohnt finden die Aachener Bausachverständigentage im Europasaal des Kongresszentrums Aachen statt. (Quelle: AIBau)

Bauwerkserhaltung 2025-03-13T11:43:21.309Z Abdichtungen, PV auf Dächern und mehr

Die 51. Aachener Bausachverständigentage stehen vor der Tür: Am 7. und 8. April geht es im Europasaal des Kongresszentrums Aachen um die Kommunikation zwischen Gerichten und Sachverständigen, den „Dauerbrenner“ PV-Anlagen auf Dächern, um neue Stoffe für die Abdichtung erdberührter Bauteile, den Gebäudetyp E und vieles andere mehr.

Sprache ist ein Werkzeug zur Verständigung. Sachverständige und Juristen sprechen zwar dieselbe Sprache, dennoch verstehen sie sich oft nicht – vergleichbar mit Unterhaltungen zwischen Italienern und Franzosen: Beide Sprachen gehen auf denselben Ursprung zurück, trotzdem sind die Barrieren für eine Verständigung hoch. Das liegt nicht an bösem Willen, sondern an den unterschiedlichen Denkweisen der technischen und der juristischen Welt. Die beiden ersten Beiträge auf den Aachener Bausachverständigentage beschäftigen sich mit Lösungsansätzen für eine bessere Kommunikation unter den Beteiligten sowie mit der Digitalisierung der Justiz aus Sicht der Sachverständigen. 

„Dauerbrenner“ PV-Anlagen auf Dächern 

Das Thema PV-Anlagen auf Dächern ist ein „Dauerbrenner“ – und ist auch Gegenstand von zwei Vorträgen in Aachen. Wegen der weiten Verbreitung Photovoltaik wurden und werden mit Hochdruck Empfehlungen und Versicherungsvorgaben ausgearbeitet – unter anderen die neue VdS 6023. Zum einen dienen sie der Verringerung von Brandfolgeschäden, zum anderen der Sicherheit. Zudem sollen sie das Bewusstsein für die oft vernachlässigte Instandhaltung von PV-Anlagen auf Dächern erhöhen. Neben einem Update zu den Abdichtungsnormen DIN 18531 bis DIN 18534 geht es am ersten Tag auch um neue Stoffe für Abdichtungen erdberührter Bauteile. 

Urban Mining ist in vieler Munde: Gemeint ist damit die Wiederverwendung von aus rückzubauenden Gebäuden gewonnenen Baustoffen beziehungsweise deren Vorprodukten. Dies ist ein wichtiger Baustein zur Erhöhung der Recyclingquote von derzeit circa 1 Prozent auf das Ziel von circa 70 Prozent. Der größte Teil wird allerdings aus Gebäuden gewonnen, die in Zeiten errichtet wurden, in denen die Gefahrenpotenziale vieler Stoffe (noch) nicht bekannt waren. Wie solche Bauteile und -stoffe weiter- oder wiederverwendet werden können, ohne dass von ihnen Gefahren ausgehen können, ist Gegenstand eines der Vorträge am zweiten Tag. 

Gebäudetyp E: Wirksame Reduzierung von Anforderungen? 

In den letzten Jahren sind die Baukosten übermäßig angestiegen. Das liegt nicht nur an den knapper werdenden Ressourcen, sondern insbesondere an einer stetig steigenden Erwartungshaltung und damit verbundenen, sich nach oben entwickelnden Anforderungs- und Kostenspiralen. Ein weiterer Beitrag beschäftig sich mit der Frage, ob der Gebäudetyp E ein wirksames Mittel gegen die Kostenexplosion oder ob es anderer Überlegungen bedarf, um die Baukosten nicht nur zu stabilisieren, sondern wieder auf ein bezahlbares Maß abzusenken. Das komplette Programm der 51. Aachener Bausachverständigentage und die Möglichkeit sich anzumelden, finden Sie hier .

zuletzt editiert am 13. März 2025
Newsletter