Kurzvorträge mit anschließender Podiumsdiskussion: Tagungsleiter Dr. Bernd Sedat (rechts) hatte sich für das 30. Forum Asbest eine neue Struktur überlegt. Hier diskutieren Christoph Hohlweck, Dr. Simone Peters und Andrea Bonner (von links nach rechts) über emissionsarme Verfahren. (Quelle: B+B Bauen im Bestand/M. Henke)
Kurzvorträge mit anschließender Podiumsdiskussion: Tagungsleiter Dr. Bernd Sedat (rechts) hatte sich für das 30. Forum Asbest eine neue Struktur überlegt. Hier diskutieren Christoph Hohlweck, Dr. Simone Peters und Andrea Bonner (von links nach rechts) über emissionsarme Verfahren. (Quelle: B+B Bauen im Bestand/M. Henke)

Schadstoffe

17. November 2021 | Teilen auf:

30. Forum Asbest: Gut besucht wie nie

Rund 200 Anmeldungen, davon 30 für die Online-Teilnahme: Das renommierte „Forum Asbest und andere Schadstoffe in technischen Anlagen und Bauwerken“ im Haus der Technik in Essen am 11./12. November 2021 verzeichnete für seine Jubiläumsveranstaltung einen neuen Besucherrekord.

Dr. Bernd Sedat, der die Tagung inhaltlich verantwortet, hatte sich eine neue Struktur ausgedacht: Der Kern der Tagung bestand in diesem Jahr aus drei Schwerpunktthemen, die zunächst in mehreren Kurzvorträgen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und dann in einer Podiumsdiskussion unter Einbeziehung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertieft wurden. Konkret ging es dabei um die Themenblöcke „Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest“, „Asbest in Bauschutt, Recyclingmaterial und Altablagerungen“ sowie „Asbesthaltige Brandschutzklappen“. Die neue Tagungsstruktur ermöglichte ein tieferes Verständnis der Vorträge, die zugleich mit Erfahrungen aus der Beurteilungs- und Sanierungspraxis rückgekoppelt wurden. Insgesamt ein gelungener Versuch.

Emissionsarm ja, weniger Schutz nein

Anerkannte emissionsarme Verfahren sind immer wieder in der Diskussion. Dabei ist unstrittig, dass aus Gründen des Arbeits-, Gesundheits- und Umgebungsschutzes so emissionsarm wie möglich gearbeitet werden sollte. Die Diskussion entzündet sich vielmehr daran, dass bei Anwendung eines emissionsarmen Verfahrens die Schutzmaßnahmen reduziert werden können, und zugleich in der Praxis häufig festgestellt wird, dass die Verfahren nicht richtig angewendet werden beziehungsweise die Anwendung nicht zur Verfahrensbeschreibung passt.

Mit 170 Teilnehmern und Teilnehmerinnen vor Ort im Haus der Technik und Essen und 30 online war das Forum Asbest gut besucht wie nie. (Quelle: B+B Bauen im Bestand/M. Henke)

Deshalb erinnerte Andrea Bonner in ihrem Vortrag, in dem sie auf die Geschichte der emissionsarmen Verfahren zurückblickte, an zwei wesentliche Voraussetzungen für deren Anwendung: Der Anwender muss prüfen, ob im konkreten Fall die Voraussetzungen für die Anwendung des Verfahrens erfüllt sind, und er muss die Verfahrensbeschreibung strikt einhalten. Nur dann sind die Voraussetzungen gegeben, um die Schutzmaßnahmen zu reduzieren. Darüber hinaus muss der Anwender vorab prüfen, welche regeltechnischen und baurechtlichen Vorgaben er darüber hinaus zu beachten hat.

Bonner und vor allem Dr. Simone Peters vom IFA, das für die Zulassung der Verfahren zuständig ist, informierten darüber, welche Änderungen für emissionsarme Verfahren durch die Neufassung der Gefahrstoffverordnung und der TRGS 519 kommen werden. So werden künftig für Instandhaltungsarbeiten Voraussetzungen definiert, aber nicht mehr zugleich anerkannte emissionsarme Verfahren vorgeschrieben. Um ein emissionsarmes Verfahren anwenden zu dürfen, muss die aufsichtsführende Person zukünftig die Qualifikation nach dem Praxismodul Q1E durchlaufen haben. Diese Schulung bezieht sich jeweils auf ein bestimmtes anerkanntes emissionsarmes Verfahren.

In Zukunft wird es keine Zulassungen mehr für sogenannte firmenbezogenen Verfahren geben, sondern nur noch für solche, die frei am Markt verfügbar sind. Außerdem werden die Zulassungen zeitlich befristet. Für eine Verlängerung ist eine Überprüfung erforderlich, und zwar nach sechs Jahren bei Verfahren, die keinen Atemschutz vorsehen, sowie nach drei Jahren für Verfahren mit Atemschutz. Je nach Ergebnis kann das Verfahren dann weiter verwendet oder muss zurückgezogen oder überarbeitet werden. Neu geregelt werden auch Verfahrensänderungen, Verfahrenserweiterungen und analoge Anwendungen in anderen Anwendungsbereichen.

Emissionsarme Verfahren widersprechen oft Arbeitsschutzvorgaben

Den Part des grundsätzlichen Skeptikers hatte Christoph Hohlweck, Vorstandsvorsitzender des Gesamtverbandes Schadstoffsanierung (GVSS), übernommen. Er wies auf einige Widersprüche zwischen den Anforderungen in der Gefahrstoffverordnung und der TRGS 400 sowie vielen Zulassungen für emissionsarme Verfahren hin. Hierfür ein Beispiel: Die Arbeitsschutzgrundpflicht, die Exposition für den Sanierer nach dem Stand der Technik so gering wie möglich zu halten, setzt lüftungstechnische Maßnahmen zur kontrollierten Be- und Entlüftung des Arbeitsbereichs voraus. Diese Maßnahmen stellen nach heutigem Stand keinen unverhältnismäßigen Aufwand dar. Hohlweck schlussfolgerte daraus, dass emissionsarme Verfahren, die keine Belüftung des Arbeitsbereichs vorsehen, nicht regelkonform sind.

Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum veranschaulichten die Aussagen der Kurzreferate und reicherten sie mit Praxiserfahrungen an. (Quelle: B+B Bauen im Bestand/M. Henke)

Ein anderes Beispiel: Unter den BT 33-Verfahren gibt es welche, die einen Wert von < 1.000 Fasern/m³ Raumluft einhalten und den Stand der Technik definieren. Im Hinblick auf das zuvor Gesagte (Minimierungsgebot) müssten Verfahren, die diese Werte nicht erreichen, ihre Zulassung verlieren, selbst wenn sie den definierten Grenzwert von < 10.000 Fasern/m³ einhalten.

Auch für die Gefahr von Falschanwendungen brachte Hohlweck Beispiele. So sind BT 17-/BT 33-Verfahren nicht für asbesthaltige mineralische Oberflächen zugelassen. Viele Estrichoberflächen sind aber vor dem Aufbringen eines Bodenbelags gespachtelt worden, im fraglichen Zeitraum häufig mit asbesthaltigen Spachtelmassen. Dies wäre daher vor der Anwendung eines solchen Verfahrens zu untersuchen, um festzustellen, ob hier ein zugelassener Anwendungsbereich vorliegt.

Abschließend traf Hohlweck eine Unterscheidung, wie emissionsarme Verfahren zukünftig geregelt werden sollten. Geringerer Arbeitsschutz kann danach für „immanent sichere Verfahren“ zulässig sein, das heißt, solche Verfahren, die auch bei falscher Anwendung sicher unter dem Akzeptanzwert bleiben. Für „Verfahren höheren Risikos“ mit erhöhtem Faserfreisetzungspotenzial schlägt Hohlweck dagegen folgende Arbeitsschutzmaßnahmen vor:

  • Atemschutz mindestens FFP3,
  • technischer Luftwechsel,
  • Zulassung nur für Fachbetriebe und mit Sachkunde Anlage 3,
  • Erkundung der Bausubstanz und Eignungsprüfung des Verfahrens für die Baustelle,
  • Freimessung nach Abschluss der Arbeiten.

In der anschließenden Diskussion wurde sowohl die Notwendigkeit emissionsarmer Verfahren für Tätigkeiten geringer Exposition deutlich, als auch das Gefährdungspotenzial, das von Falschanwendungen ausgeht. So berichtete Dr. Bernd Sedat aus seiner Planungspraxis, dass er zwar emissionsarme Verfahren ausschreibe, wo es möglich ist, aber immer auch eine Rückfallposition vorsehe, weil nach seiner Erfahrung immer mit Ausführungsfehlern zu rechnen ist oder das vorgesehene Verfahren doch nicht für die konkrete Baustelle passe.

Angesichts der Praxiserfahrungen wurde gefordert, unabhängige Kontrollmöglichkeiten für die Anwendung emissionsarmer Verfahren zu schaffen. Bislang müssen diese nicht behördlich angezeigt werden.

Asbest in strukturiertem Prozess aus Bauschutt entfernen

Viele offene Fragen und einige auch in einem aktuellen Diskussionspapier einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Bauschutt“ festgehaltene Lösungsvorschläge wurden im zweiten Vortragblock „Asbest im Bauschutt“ diskutiert. Das Thema ist vor allem angesichts der zunehmenden Kreislaufwirtschaft mit der Herstellung von Recyclingmaterial aus Bauschutt auch für technisch höherwertige Anwendungen, den knapper werdenden Deponiekapazitäten und dem offenbar wenig praxistauglichen Einstufungsschema für asbesthaltige mineralische Abfälle virulent. Wir können an dieser Stelle nur einige Aspekte des Themas schlaglichtartig beleuchten.

Grundsätzlich sollten asbesthaltige Materialien vor dem Abbruch eines Gebäudes ausgebaut werden. Das ist aber nicht immer möglich, zum Beispiel bei den asbesthaltigen Abstandhaltern von Betonbauteilen. Deshalb sollte Bauschutt nach einem Abbruch und vor einer Zerkleinerung von möglichen asbesthaltigen Stücken „entfrachtet“ werden, weil sonst im weiteren Prozess „zerkleinerter Asbest“ großflächig verstreut wieder in den Stoffkreislauf kommen kann (und nicht mehr herauszufiltern ist). Hierfür sind noch geordnete Verfahren zu entwickeln.

Wichtig für diesen Prozess ist die Beprobung des Bauschutts. Dr. Alexander Berg stellte fest, dass eine Untersuchung nach VDI 3876 bei einem Grenzwert von 0,01 Prozent nicht geeignet ist, da der Asbestgehalt im Ausgangsmaterial häufig zu gering ist. Stattdessen schlug er eine sogenannte „Hot-Spot-Beprobung“ nach LAGA Bauschutt PN 98 unmittelbar nach dem oder während des Abbruchs vor. Hier werden dann gezielt Abfallchargen von möglicherweise asbesthaltigen Erzeugnissen beprobt, wie zum Beispiel Putze und Spachtelmassen von Wand- und Deckenbekleidungen, Sperrpappen, Fliesenkleber (an Fliesenbruchstücken) Dichtmassen oder Abstandhalter in Betonabbruch. Die Probenahmestrategie kann auf Grundlage der VDI 6202 Blatt 3 erarbeitet werden. Gefundene asbesthaltige Materialien können dann leichter entfernt werden, ohne den gesamten Bauschutt als schadstoffbefrachtet entsorgen zu müssen. Ein noch nicht abschließend geklärtes Problem ist, nach welchen Kriterien geogener (und damit zulässiger) und technischer Asbest unterschieden und entsprechend in der Bewertung berücksichtigt werden können.

Schlug vor, ein handelbares Zertifikat für Bauschutt einzuführen: Hans-Dieter Bossemeyer. (Quelle: B+B Bauen im Bestand/M. Henke)

Hans-Dieter Bossemeyer schlug die Einführung eines handelbaren Zertifikats für Bauschutt vor, das dreistufig den gesamten Rückbauprozess begleitet und eine fach- und sachkundige Probenahme und Bewertung durch anerkannte Sachverständige vor einer Sanierung sowie vor und nach einem Abbruch vorsieht. Ein solches Zertifikat könnte dann von Recyclingunternehmen gelesen und anerkannt werden.

Zu klären ist auch noch, ab wann das Ausgangsmaterial für Recycling (oder Deponierung) als asbestfrei einzustufen ist. Man müsse hier wegkommen von der Ein-Faser-Bewertung, sagte Sandra Giern von der Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe. Sie stellte stattdessen eine Definition der Asbestfreiheit vor, die aus einem LAGA/ATA-Erfahrungsaustausch hervorgegangen ist:

Wann ist das Ausgangsmaterial für Recycling als asbestfrei einzustufen? Diese Frage erörterte Sandra Giern. (Quelle: B+B Bauen im Bestand/M. Henke)

„Potenziell asbesthaltige Baustoffe, Bauteile oder Bauwerke können vor einem Abbruch/Rückbau gemäß dem Stand der Technik beprobt [VDI 6202 Blatt 3] und auf Asbest analysiert werden [VDI 3866 Blatt 5]. Wird mit dieser Vorgehensweise kein Asbest nachgewiesen, kann von Asbestfreiheit auch im anfallenden Abfall ausgegangen werden.

Potenziell asbesthaltige Haufwerke mineralischen Ursprungs können als asbestfrei angesehen werden, wenn eine Beprobung nach den einschlägigen Vorgaben [LAGA PN 98] und Untersuchung nach VDI 3876 unter Anwendung der beschriebenen mittleren Nachweisgrenze von ca. 0,005 Ma-% keinen Befund ergeben hat. Bei Minderbefunden unterhalb der Nachweisgrenze kann in der Praxis von Asbestfreiheit ausgegangen werden.

Die Vorgehensweise kann analog beispielsweise für Recyclingbaustoffe angewendet werden. Für Recyclingchips wird derzeit das BIA-Verfahren 7487 mit der methodenspezifischen Nachweisgrenze angewendet.“

Obere Arbeitsschutzbehörden akzeptieren Handlungsempfehlung nicht

Dr. Uwe Koop zeigte sich enttäuscht, dass die neue „Handlungsempfehlung Asbesthaltige Brandschutzklappen“ von den oberen Arbeitsschutzbehörden bislang keine Zustimmung erfahren hat. (Quelle: B+B Bauen im Bestand/M. Henke)

Die neue „Handlungsempfehlung Asbesthaltige Brandschutzklappen“ stellte Dr. Uwe Koop vor (vergleiche hierzu auch den Artikel „Nicht einfach die Klappe auslösen“ in „B+B Bauen im Bestand“ 3/2021). Er bedauerte, dass dieses Werk, in das die Expertise von zahlreichen erfahrenen Sachverständigen eingeflossen ist, von den oberen Arbeitsschutzbehörden keine Zustimmung erfahren hat, so dass auch keine behördliche Akzeptanz der in der Handlungsempfehlung vorgeschlagenen Arbeitsverfahren vorliegt. Stattdessen würden die Arbeitsbehörden weiterhin Raumluftmessungen in den belüfteten Räumen entsprechend LASI LV 45 fordern, einige zusätzlich Arbeitsbereichsanalysen nach TRGS 402. Einzelne Arbeitsschutzbehörden lassen auch den Ausbau asbesthaltiger Brandschutzklappen (BSK) nach dem sogenannten Handwerker-Hau-Ruck-Verfahren ohne weitere Schutzmaßnahmen zu. Für Koop ein problematisches Verfahren, da in der Praxis häufig Ausbauschritte erforderlich sind, bei denen mit einer Faserfreisetzung zu rechnen ist, zum Beispiel das Herausstemmen von eingemörtelten Asbestprodukten.

Ein emissionsarmes Prüfverfahren für asbesthaltige Brandschutzklappen hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) zusammen mit der AB – Analytik Dr. A. Berg GmbH entwickelt und im Oktober 2021 zur Prüfung eingereicht. Das sei deshalb erforderlich geworden, weil nach LASI LV 45 Prüfarbeiten ohne Schutzmaßnahmen nicht mehr zulässig sind, erläuterte René Laarmann vom BLB NRW. Laarmann identifizierte vier Typen von Brandschutzklappen, die sich darin unterscheiden, welche Teile asbesthaltig sind. Je nach Typ sind für die Kategorien 1 bis 3 andere geprüfte Verfahren anzuwenden. Das Verfahren für Typ 3 (A.T 8.2) wurde jetzt neu zur Anerkennung eingereicht. Bei Typ 3 sind Anschlagdichtung, Klappenblatt und Gehäusedichtung asbesthaltig. Hier werden vor der Prüfung mit einem Spülfilter die asbesthaltigen Stäube ausgefiltert.

Für den Ausbau asbesthaltiger Brandschutzklappen der Typen 1 bis 3 sind emissionsarme Verfahren in Vorbereitung. Voraussetzung ist, dass die Gehäusedichtung nicht eingemörtelt ist. Laarmann schätzt, dass es in den Liegenschaften des Landes NRW circa 30.000 asbesthaltige Brandschutzklappen gibt, die schnellstmöglich ausgebaut werden sollen.

Ganz praktisch wurde es dann beim Vortrag von Michael Mund, der erläuterte, welche asbesthaltigen Brandschutzklappen überhaupt verbaut wurden, wie man diese erkennen kann und was bei einem Ausbau beziehungsweise Austausch zu beachten ist, wenn die Prüfung – in der Regel wegen Mängeln an der Brandschutzfunktion – einen Sanierungsbedarf ergeben hat. Er gab Tipps, was dabei zu beachten ist: Wenn zum Beispiel die Lüftungsanlage nicht abgeschaltet werden kann, muss eventuell eine Ersatzlüftungsanlage installiert werden. Am besten sind alle BSK in einem Lüftungsstrang zusammen zu sanieren. Das Leitungssystem sollte man ebenfalls reinigen. Wichtig ist auch, dass die Austauschbrandschutzklappe in ihren Abmessungen passt, da bei ihr andere Abstandsregeln einzuhalten sind als sie früher üblich waren. Mund empfahl außerdem, die BSK zu zerlegen und die asbesthaltigen Teile zu separieren. Dann könne der Materialrest als Schrott der Entsorgung beziehungsweise Wiederverwertung zugeführt werden. In der Regel sei das, gerade wenn es auf der Baustelle im Abschottungsbereich durchgeführt werde, technisch und wirtschaftlich sinnvoll.

In der anschließenden Diskussion wies Dr. Alexander Berg unter anderem darauf hin, dass die Lüftungskanäle in der Regel wegen der hohen Luftgeschwindigkeit in ihnen nicht mit Asbest belastet sind.

Auch über aktuelle Entwicklung informiert

Neben diesen Schwerpunktthemen informierte das Asbest-Forum in gewohnter Weise auch über aktuelle Entwicklungen in Deutschland und der Schweiz und Martin Kessel stellte den nach sechs Jahren Arbeit und einer umfassenden Einspruchslesung nun im September 2021 erschienenen Weißdruck der VDI-Richtlinie 6202 Blatt 3 vor. Außerdem informierte er darüber, dass sich eine Arbeitsgruppe am 1. Februar 2022 trifft, um die Arbeit an der VDI Richtlinie 6202 Blatt 4 „SVOC – Erkundung und Bewertung“ aufzunehmen. Analog zu Blatt 3 sollen hier Schadstoffe wie PCB, PAK, PCP, Lindan, DDT, Doxine, HBCD oder Chlorparaffine geregelt werden.

Das vollständige Programm des Forums Asbest finden Sie hier. Am 19./20. Januar werden diese und weitere Themen auch auf der „DCONex – Fachkongress + Ausstellung Schadstoffmanagement“ behandelt.

Michael Henke

zuletzt editiert am 17.11.2021