„Trocken, warm und dicht!“ lautet das Motto der 27. Hanseatischen Sanierungstage, die vom 03. bis 05. November 2016 im Maritim-Hotel des Ostseebads Heringsdorf auf der Insel Usedom stattfinden.
Auf die Teilnehmer wartet ein abwechslungsreiches Tagungsprogramm, das einen weiten Bogen von der Forschung über Regelwerke und Recht bis zu Baupraxis spannt. Eine umfangreiche Ausstellung begleitet die Hanseatischen Sanierungstage. Ergänzend wird am Samstagnachmittag eine Exkursion angeboten.
Der Donnerstagnachmittag beginnt provokant mit einem Plädoyer für die Nutzung von Altbausubstanz. “Verbietet das Bauen“ fordert Daniel Fuhrhop in seinem Eröffnungsvortrag. In den folgenden Vorträgen wird die erfolgreiche Sanierung des Schlosses in Riga dem misslungenen Praxisbeispiel Wasserschloss Quilow gegenübergestellt. Im Anschluss wird es dann in der Sektion Feuchteschutz konkret. Themen sind die korrekte Ausführung von Verbundabdichtungen in Innenräumen, die Planung bodengleicher Duschen und der Entwurf für die überarbeitete DIN 18533 – Abdichtung von erdberührten Bauteilen.
Am Freitagmorgen stehen in der Sektion Holzschutz Prüfgrundsätze und Umweltaspekte von Holzschutzmitteln auf dem Programm sowie ein Praxisbericht zu Schäden an Bootssteganlagen. Nach Vorträgen zu modernen Analyseverfahren in der Baustoffprüfung und dem möglichen Asbestpotential bei alten Putzen wird in der Sektion Regelwerke das neue WTA-Merkblatt Funktionsputze vorgestellt und die Flachdachrichtlinie mit der DIN 18531 verglichen. Abgerundet wird der Nachmittag durch die Verleihung des Nachwuchs-Innovationspreises Bauwerkserhaltung und einer Sektion zu Rechtsfragen, in der die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen des DIBts und die Produkthaftung des Handwerkers thematisiert werden.
Mit dem Vortrag „Die lebendige Fassade – Algen als gewollter Bewuchs?“ eröffnet Dr. Thomas Warscheid das Abendessen am Freitag. Auch der Samstag widmet sich dann ganz dem Thema Wärmedämm-Verbundsysteme: Mit Vorträgen zu Untergründen und Systemen, Algenwachstum, Brandschutz und Schäden an WDVS. Im Anschluss sind die Teilnehmer zu einer großen Podiumsdiskussion geladen.
Schlusspunkt der Veranstaltung bildet eine Exkursion zum Wasserschloss Quilow mit Baustellenführung, auf der sich die Teilnehmer selbst ein Bild von der misslungenen Sanierung machen können. Wie heißt der Vortrag in der ersten Sektion dazu? “Nass, kalt und einsturzgefährdet - Ergebnis einer Sanierung im Bestand….“.
Die Hanseatischen Sanierungstage werden jährlich vom Bundesverband Feuchte- und Altbausanierung (BufAS) ausgerichtet.
Alle Informationen auf der Seite des BuFAS .
