Dass bei luftdichter Bauweise ein Lüftungskonzept nach DIN EN 1946 Teil 6 zu erstellen ist, um Feuchtigkeits- und damit Schimmelschäden zu vermeiden, dürfte mittlerweile unstrittig sein. Prof. Dr.-Ing. Thomas Juch, am 24. September Referent auf der 2. Münchner Schimmelpilzkonferenz, geht sogar noch einen Schritt weiter: Ohne ventilatorgestützte Lüftungssysteme ist es unter normalen Bedingungen nicht möglich, einen ausreichenden Luftwechsel sicherzustellen.
Standard sind heute Zu- und Abluftsysteme mit Wärmerückgewinnung. Nur so sei es laut Juch möglich, bessere energetische Standards zu erreichen. Varianten sind dezentrale (raumweise) oder zentrale (wohnungs- bzw. gebäudeweise) Systeme. Von reinen Zuluftsystemen rät Juch dagegen ab, sie seien nicht mehr Stand der Technik.
Die Vorteile von Zu- und Abluftsystemen mit Wärmerückgewinnung sind zum Beispiel: garantierter Luftwechsel, sichere Abfuhr von Feuchte und Verunreinigungen, funktionale und rechtliche Sicherheit, Schutz der Bausubstanz, geringerer Jahresheizwärmebedarf – Verringerung der Heizkosten, Filterung der Luft sowie Vermeidung von Aufwendungen für außerplanmäßige Sanierungen, etwa das Entfernen von Schimmelschäden.
Mehr erfahren und mit Prof. Dr.-Ing. Thomas Juch über seine Thesen diskutieren, können Sie am 24. September auf der 2. Münchner Schimmelpilzkonferenz. Das vollständige Programm und weitere Informationen finden Sie hier .
