Zur Sanierung von Feuchteschäden gehört eine sorgfältige Analyse der Ursachen und der Bausubstanz genauso wie dem Schadensfall angemessene Maßnahmen. Praxisbeispiele, Problemlösungen und Handlungstipps zur Analyse und Bewertung von Feuchteschäden gab der 18. Berliner Bauschadenstag am 28. September.
Zum Auftakt gab Dipl.-Ing. Gunter Hankammer Hilfestellungen für die Auswahl des jeweils optimalen Diagnoseverfahrens. Gleichzeitig zeigte er auch die Grenzen des jeweiligen Verfahrens auf, damit Mess- oder Bewertungsfehler vermieden werden können. Anhand von Fallbeispielen zeigte Dr. rer. nat. Christoph Trautmann die passende Vorgehensweise bei der Bewertung von Schimmelpilzschäden.
Rechtliche Aspekte der Sanierung von Feuchteschäden besprach RA Dr. Mark von Wietersheim:
Was ist zu beachten, wenn mehrere Gewerke betroffen sein können und die Schadensursache nicht klar zuzuordnen ist? Welche Prüf- und Hinweispflichten haben Unternehmer bei mangelhaften Vorleistungen anderer Unternehmen? Wer trägt das Prognose-Risiko, ob eine Maßnahme erfolgreich ist oder nicht? Wer trägt die Kosten der Schadensermittlung, der Schadensbeseitigung und ihrer Planung?
Außerdem illustrierte Dipl.-Biol. Dr. rer. nat. Tobias

Huckfeldt mit zahlreichen Bildern und anhand von Schadensschwerpunkten, wie Schäden durch Hausfäulepilze und ihre Ursachen fachgerecht und bereits frühzeitig erkannt werden können.
Ein erstmals durchgeführtes Messpraktikum ermöglichte den rund 50 Teilnehmern, die Bedeutung und Ursache eines Schadens künftig besser einzuschätzen und zweckmäßige Maßnahmen zur Instandsetzung und Schadensvermeidung abzuleiten. Unter anderem wurde dargestellt, wie sich die Ausgleichsfeuchtemessung, etwa bei der Bewertung einer Estrich-Dämmschicht, sinnvoll nutzen lässt.