Am 8. Oktober fand der 22. Bauschadenstag statt. Aus aktuellem Anlass lautete das Thema: „Hochwasserschäden: analysieren, sanieren und vorbeugen“. Die Mediengruppe Rudolf Müller spendet einen Teil der Ticketeinnahmen an die Aktion Deutschland Hilft e.V. Das Geld kommt den Betroffenen der Flutkatastrophe zugute.
Die Kosten einer Sanierung nach einem derart extremen Hochwasser wie im Juli sind gigantisch – auch das wurde auf dem 22. Bauschadenstag deutlich, unter anderem am Beispiel Trocknung. Bei Hochwasser dringt so viel Wasser in die Wände ein, dass es zu Trocknungszeiten von sechs bis neun Monaten komme, so Michael Resch, der als Sachverständiger in der technischen Trocknung und in der Bauwerksdiagnostik tätig ist. In seinem Vortrag machte er deutlich, dass einfache Trocknungsgeräte nicht ausreichen, um die immensen Wassermassen aus dem Mauerwerk zu bekommen. „Auch wenn bei einem Hochwasserereignis alles verwendet wird, was irgendwie trocknet, die Leistung kleinerer Geräte reicht nicht aus. Adsorptionstrockner können außerdem durch Heizöl geschädigt werden“, sagte Resch. In der Mikrowellentrocknung sieht er Potenziale. Allerdings könne sie nur von geschulten Fachkräften sicher angewandt werden. „Heizstäbe, die in die Wand eingebracht werden, sind zum Beispiel auch geeignet. Sie brauchen aber viel Strom. Und den braucht nach einem Hochwasser jeder!“
Weitere Themen der Veranstaltung waren unter anderen die Gefährdungsanalyse (wie beurteilt man die Gefährdung standort- beziehungsweise gebäudebezogen), Sofortmaßnahmen nach einem Hochwasser, Vorsorgekonzepte (durch welche Maßnahmen können Hochwasserschäden bei bestehenden Gebäuden minimiert werden) und die Schadensanierung und Schadenverhütung aus Sicht der Versicherer.
Die Rudolf Müller Mediengruppe freut sich, mit ihrer Spende einen kleinen Beitrag zum Wiederaufbau in den betroffenen Regionen leisten zu können.
