Durch Zusatz-Equipment wie Einhängetritte kann die Sicherheit einer Leiter deutlich erhöht werden. Quelle: Hymer Steigtechnik
Durch Zusatz-Equipment wie Einhängetritte kann die Sicherheit einer Leiter deutlich erhöht werden. Quelle: Hymer Steigtechnik

Bautenschutz

07. July 2021 | Teilen auf:

Leitern: Sicher rauf und wieder runter

„Stufe statt Sprosse“ heißt es seit den Änderungen der Technischen Regel für Betriebssicherheit bei der Verwendung von Leitern (TRBS 2121-2) im Jahr 2018. Welche Veränderungen sich daraus für die Arbeitswelt ergeben und was es grundsätzlich zu beachten gilt, darüber informiert Hymer-Steigtechnik in einem Whitepaper zum kostenlosen Download.

Leiterunfälle nehmen nach wie vor einen Spitzenplatz in den deutschen Unfallstatistiken ein: Laut einer Erhebung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gab es im Jahr 2019 39.654 meldepflichtige Absturzunfälle in der Höhe und davon fielen fast ein Drittel der Unfallopfer von Leitern oder Tritten. Die erweiterten Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) 2121-2 sollen helfen, das Arbeiten in der Höhe sicherer zu machen, um schlimme Unglücke mit allen Folgen zu vermeiden.

Die neuen Anforderungen werfen in der Praxis allerdings häufig Fragen auf und sorgen für Unsicherheiten sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Anwenderseite. ,,Grundsätzlich gilt, Stufe statt Sprosse und sowohl Dauer als auch Höhe der Arbeit bestimmen die Wahl des Arbeitsmittels“, erklärt Markus Nowak, Leiter Vertrieb Steigtechnik bei der Hymer-Leichtmetallbau GmbH & Co. KG.

Unter anderem darf die Arbeit von der Leiterstufe aus dauerhaft nur noch bis zu einer Standhöhe von zwei Metern getätigt werden. Bei einem Standplatz zwischen zwei bis fünf Metern Höhe darf pro Arbeitsschicht nicht länger als zwei Stunden auf der Leiter gearbeitet werden. Bei über fünf Metern ist das Arbeiten von Leitern aus unzulässig.

Sprossenleitern sind nur noch in Ausnahmefällen erlaubt

Das Arbeiten von der Leitersprosse aus ist zudem nur noch in Ausnahmefällen gestattet wie etwa bei der Arbeit in engen Schächten oder bei der Obsternte - dies muss dann aber schriftlich in der Gefährdungsbeurteilung festgehalten werden. Ansonsten ist weiterhin Standsicherheit das oberste Gebot: Bei längeren Arbeiten empfehlen sich Stufen- oder Plattformleitern. Der Beschäftigte muss mit beiden Füßen auf einer Stufe mit einer Auftrittsfläche von mindestens 80 Millimetern Tiefe oder einer Plattform stehen. ,,Vorhandene Sprossenleitern können jedoch weiterhin genutzt werden, wenn ihre Standsicherheit durch Zusatz-Equipment wie etwa Einhängetritte oder einklickbare Stufen erhöht wird“, erklärt Markus Nowak.

,,Zur weiterführenden Information stellen wir zusätzlich auf unserer Homepage ab sofort ein kostenloses Whitepaper zum Download bereit, damit hinsichtlich der überarbeiteten TRBS 2121-2 keine Fragen offenbleiben“. So Nowak. Darüber hinaus bietet der Wangener Steigtechnikspezialisten Seminare und Weiterbildungen an. Weiter unten geht’s zum Download des Whitepapers und hier zur Website des Unternehmens.

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