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Zukunftspreis: Dämmsystem von Maxit nominiert

Niedriger Ressourcenverbrauch, hohe Effizienz und einfache Anwendbarkeit: Diese Vorteile verbindet das Dämmsystem „Ecosphere“ des Baustoffherstellers Maxit durch den Einsatz von mikroskopisch kleinen Glashohlkugeln, sogenannten Glass Bubbles, die von der US-Firma Dyneon (3M) beigesteuert werden. Das interdisziplinäre Forscherteam, das die nachhaltige Lösung für die Außen- und Innendämmung entwickelt hat, ist für den Deutschen Zukunftspreis 2020 nominiert.

Zukunftspreis_Forscherteam
Das Forscherteam – von links: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Gerdes (Universität Bayreuth), Dipl.-Ing. Friedbert Scharfe (Maxit) und Dr. rer. nat. Klaus Hintzer (Dyneon (3M)) – ist für den Deutschen Zukunftspreis 2020 nominiert. (Abb.: obs/3M Deutschland GmbH/Dt. Zukunftspreis/ Ansgar Pudenz)

Ohne das energetische Sanieren des Gebäudebestands in Deutschland werden die staatlichen Klimaziele nicht zu erreichen sein. Allein die privaten Haushalte tragen rund 20 Prozent zu den Treibhausgasemissionen in Deutschland bei; der Heizenergieverbrauch ist hier ein wesentlicher Faktor. Das spritzbare, innovative Dämmsystem „Ecosphere“ kombiniert zwei wichtige Eigenschaften, die für das nachhaltige Senken des Heizenergieverbrauchs notwendig sind: Es bietet eine hohe wärmeisolierenden Wirkung und schont gleichzeitig Ressourcen. An der Entwicklung waren neben Maxit und Dyneon auch die Universität Bayreuth beteiligt.

Trockenmörtel mit Glas als Leichtzuschlag
Die Entwicklung basiert auf winzigen Hohlkugeln aus dünnem Glas, die in einen mineralischen Binder eingebettet sind. Die 3M Glass Bubbles sind zwischen 10 und 200 Mikrometern groß und von einer rund ein Mikrometer dünnen gläsernen Hülle umgeben. Sie machen gut die Hälfte des gesamten Dämmstoffs aus und sorgen dafür, dass kaum Wärme durch das Material dringen kann. Die spritzbare Fassadendämmung besteht aus rein mineralischen Materialien und ist somit nicht brennbar. Darüber hinaus ist „Ecosphere“ nach Angaben des Forscherteams besonders nachhaltig: Das robuste und flexibel einsetzbare Material sei nach Ende der Nutzungsdauer vollständig recycelbar. „Die Entwicklung von ,Ecosphere‘ leistet einen echten Beitrag zum Klimaschutz und löst nebenbei viele Probleme bisheriger Dämmsysteme für Fassaden. Wir empfinden die Nominierung als große Ehre und sehen in ihr eine öffentliche Anerkennung unserer gemeinsamen Forschungsarbeit“, erklärt Maxit-Forschungschef Friedbert Scharfe. Der 67-jährige Diplom-Ingenieur war gemeinsam mit Prof. Dr. Thorsten Gerdes (55) von der Universität Bayreuth und Dr. Klaus Hintzer (66) von Dyneon maßgeblich an der Entwicklung der aufspritzbaren Fassadendämmung beteiligt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird den Preisträger am 25. November 2020 bekanntgeben. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Deutschen Zukunftspreises sowie auf den Unternehmens-Websites von 3M und Maxit.