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Was tun mit Fäkalien und Heizöl?

Während bei den meisten Feuchteschäden das Wasser nach und nach ins Gebäude eindringt, gelangen bei Hochwassern große, oft mit Fäkalien belastete Wassermassen schnell ins Gebäude. Oft kommt es dann zusätzlich zu Havarien mit Heizölaustritt. Wie solche Schäden zu behandeln sind, wird ein Thema auf dem 21. Bauschadenstag sein, der am 21. Februar 2019 in Nürnberg stattfindet.

Hochwasserschäden
Neben großen Wassermengen, werden Gebäude bei Hochwasserereignissen häufig durch Fäkalien und Heizöl geschädigt. Auch das wird Thema beim 21. Bauschadenstag sein, der am 21. Februar in Nürnberg stattfindet. (Abb.: Haas Fertigbau GmbH)

Dr. Stefan Tewinkel vom Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) in München zeigt in seinem Vortrag, welche Sofortmaßnahmen nach einen Hochwassereintritt zu ergreifen sind: Zunächst müssen Analysen gemacht werden, um das Schadensausmaß zu bestimmen. Es muss festgestellt werden, ob es zu einer Belastung mit Fäkalien gekommen, oder ob Heizöl ausgetreten ist. Schon zu Beginn der Sanierung müssen dann Schutzmaßnahmen für diejenigen getroffen werden, die die Sanierungsarbeiten ausführen. Außerdem gilt es, schnell die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine weitere Schädigung des Gebäudes zu verhindern. Welche das sind, und wie nach den ersten Sicherungsmaßnahmen fachgerecht saniert werden kann, und welche problematischen Stoffe bei Hochwassern noch austreten können, das erfahren die Teilnehmer auf dem 21. Bauschadenstag in Nürnberg.

Das Wasser ist weg, und nun?

Insbesondere dann, wenn ein Gebäude von einem Hochwasser betroffen war, sollte vor den abschließenden Sanierungsarbeiten eingeschätzt werden, wie hoch das Risiko ist, dass erneut ein Hochwasser auftritt. Dass es dabei auch darum geht, welche Schäden dann wahrscheinlich sind, zeigt Peter Zeisler, Geschäftsführer der Ruiz Rodriguez, Zeisler und Blank Ingenieurgemeinschaft in Wiesbaden. Es sind sowohl Ver- und Entsorgungsleitungen zu betrachten, wie auch die spezielle Lage des Hauses, das Risikopotenzial einer Unterspülung und weitere.

Nur wenn diese und weitere Faktoren mit in die Risikoeinschätzung einbezogen werden, können unter Umständen schon während einer Hochwassersanierung, vorsorgende Maßnahmen gegen mögliche zukünftige Schäden getroffen werden.

Weitere Themen auf dem 21. Bauschadenstag werden sein:

Trocknung nach Flutung des Gebäudes durch Hochwasser (Michael K. Resch), Vorsorgekonzepte bei der Sanierung (Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann), für Hochwasser geeignete Bauwerksabdichtungen (Michael Schäfer) und gegen Hochwasser robuste Baustoffe und -Konstruktionen (Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann).

Alle Informationen und die Anmeldung finden Sie auf der Internetseite des Bauschadenstags .